Starkregen-Gefahr: Diese Straße in Ludwigshafen wurde jetzt umgebaut
- Das Wasser fließt bei Starkregen in die Versickerungsmulde ab. Die Straße hat an Breite verloren, für Parkraum und Fahrbahn ist noch genug Platz.
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Ludwigshafen. Die Stadt hat die Umbauarbeiten in der Damaschkestraße erfolgreich abgeschlossen. Zwischen Kallstadter Straße und Niederfeldstraße ist die Versickerungsmulde angelegt, die bei anhaltendem Regen das Wasser schnell aufnimmt, bevor es langsam versickern kann.
In der Damaschkestraße gab es jahrzehntelang Probleme mit Druckwasser sowie Überschwemmungsgefahr in benachbarten Grundstücken. Bis in die 60er drückte das Wasser in die Keller der Bebauung in direkter Nachbarschaft zum Maudacher Bruch. Dann senkte die Stadt den Grundwasserpegel. Seither gab es kein Druckwasser mehr bei Rheinhochwasser in den Kellern. Auch Überschwemmungen gab es hier schon, weil der Kanal an seine Grenzen kam: Gerade in diesem Abschnitt der Damaschkestraße besteht laut Starkregenkarten ein erhöhtes Überschwemmungsrisiko. Denn umliegende Grundstücke liegen deutlich tiefer als die Straße.
Retentionsräume wie Versickerungsmulden sind speziell angelegte Flächen, auf denen sich überschüssiges Wasser sammeln kann, wenn die Kanalisation an ihre Grenzen kommt.
Der Grünstreifen in der Straßenmitte wurde weiter vergrößert. Dafür muss ein Teil der südlichen Fahrbahn auf einer Länge von rund
300 Metern zurückgebaut werden. So entstand ein Retentionsraum mit einem Volumen von etwa 100 Kubikmetern. Künftig kann Regenwasser bei starken Niederschlägen teils in der neu angelegten Mulde zurückgehalten werden und dort versickern, wodurch der Abwasserkanal entlastet wird.
Die begrünte Mulde ist rund 60 Zentimeter breit und erweitert sich zu den Rändern hin auf über zwei Meter. Querungen für Fußgängerinnen und Fußgänger wurden barrierefrei gestaltet und bleiben an den bisherigen Stellen erhalten. Die Grünflächen werden nun auch nicht mehr zugeparkt, weil die Mulde dies verhindert.
Die Maßnahme ist Teil der kommunalen Klimaanpassung. Finanziert wurde sie über das Förderprogramm „Kommunales Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ (KIPKI) des Landes Rheinland-Pfalz. Insgesamt stehen der Stadt Ludwigshafen daraus 7,5 Millionen Euro für 17 Projekte zur Verfügung. Ein Teil der Mittel wird für Maßnahmen zu Klimaanpassung verwendet.
Mit dem neuen Retentionsraum stärkt die Stadt ihre Vorsorge gegen die zunehmenden Herausforderungen durch Starkregenereignisse. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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