Stadt richtet sich mit neuem Vorgehen gegen die Vermüllung der Straßen

Littering ist besonders in der Innenstadt ein Problem | Foto: Julia Glöckner
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Ludwigshafen. Die Stadt richtet sich mit einem ganzen Maßnahmenpaket gegen die Vermüllung von Straßen und Plätzen. Die Kampagne „Save our Streets“ soll Stadtbild und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern.

Die Kampagne richtet sich vor allem gegen sogenanntes Littering, also das achtlose Fallenlassen von Abfällen. Gemeint sind etwa Plastikbecher, Taschentücher oder Zigarettenkippen.

Die Plakate der Kampagne sind ab Dienstag, 28. April, zu sehen. Hinzu kommen weitere aufmerksamkeitsstarke Events und Aktionen, die Menschen zum Mitmachen bewegen sollen. Dafür wird die Kampagne mit bestehenden Projekten wie den Umweltpatenschaften verknüpft. Denn man will viele Menschen erreichen. Es geht nur um einige einfache Regeln, an die man sich hält, die das Lebensumfeld aber deutlich aufwerten können.

Stadtspitze setzt auf gemeinsame Verantwortung

OB Klaus Blettner erklärte beim Pressegespräch, dass es um mehr als Sauberkeit geht. „Je mehr Menschen diesen Grundgedanken verinnerlichen und selbständig tatsächlich umsetzen, desto besser kann die Lebensqualität in Ludwigshafen wirklich verbessert werden. Die Kampagne soll genau das veranschaulichen und steht dafür, dass dies eine Gemeinschaftsaufgabe ist, die alle Menschen in Ludwigshafen etwas angeht.“

Und er fügte hinzu: „Jeder, der seinen Müll achtlos wegwirft, schadet damit auch seinen Mitmenschen. Das muss in den Köpfen der Menschen ankommen.“

Auch Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt warnte vor den Folgen. Vermüllung belaste nicht nur das Stadtbild, sondern auf Dauer auch die Gebühren. „Früher oder später wird sich das auch wieder in den vom Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) erhobenen Entsorgungsgebühren niederschlagen müssen.“ Müll verschärfe zudem Rattenprobleme in den Städten.

Die Ursachen sind durchmischt: Stadtteile mit hoher Dichte und Frequenz, vor allem in der Mittagszeit durch Gastronomie und Discounter, sind in vielen Städten von Littering betroffen. Wo viele Menschen unterwegs sind, fallen mehr To-go-Verpackungen, Kippen oder Becher an. Hinzu kommt, dass die dichte City mit mehr Anonymisierung einhergeht.  Menschen fühlen sich oft weniger verantwortlich als im eigenen Wohnumfeld. Als Faktoren des sozialen Umfelds im Kleinen werden Mangel an Verantwortung und Umwelterziehung, Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit genannt. Bereits vorhandener Müll zieht leider oft weiteren Müll an, da das Gefühl entsteht, dass Sauberkeit in diesem Bereich keine Priorität hat.

Aufklärung, Appelle, Bußgelder

Nach Angaben des WBL verfolgt die Stadt eine mehrstufige Strategie. Sie setzt auf Aufklärung, öffentliche Appelle und Sanktionen. WBL-Werkleiter Peter Nebel verwies zugleich auf begrenzte Mittel: „Indes sind die Ressourcen der Stadtverwaltung begrenzt. Das bedeutet, dass sie nicht überall sofort Müll entfernt oder flächendeckende Kontrollen erfolgen.“

Die Abfall- und Umweltberatung soll die Kampagne begleiten. Sie bietet Informationen zu Mülltrennung, Entsorgung und umweltbewusstem Verhalten, zielgerichtet für verschiedene Zielgruppen.

Seit Jahren kämpft die Stadt gegen das Müllproblem, mit Aufklärungsarbeit an Schulen, in Kitas oder in der Erwachsenenbildung. Sie druckte Flyer und Infobroschüren zur korrekten Abfalltrennung und richtete einen Mängelmelder ein. Zudem unterstützt die Stadt nach wie vor das freiwillige Engagement der Bürgerschaft, wie etwa die Aktion „Saubere Stadt“ des Marketing-Vereins oder die Umweltpatenschaften.

Die Stadt verbindet die Kampagne mit Botschaften, aber auch ausdrücklich mit dem Hinweis auf Bußgelder. Wer Müll auf Straßen, Gehwegen oder in Grünanlagen liegen lässt, muss mit Strafen rechnen. Eine Kippe auf die Straße zu werfen, kostet 125 Euro, ein Kaugummi 150 Euro. Illegale Müllablagerungen können Bußgelder von bis zu 800 Euro nach sich ziehen. Dabei kann Sperrabfall bis zu 2.500 Euro kosten und das Ablagern von Altreifen bis zu 3.000 Euro.

Die genaue Höhe legt die untere Abfallbehörde im Einzelfall fest. Nach Angaben der Stadt können die Bußgelder auch noch höher ausfallen. jg/red

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Autor:

Julia Glöckner aus Ludwigshafen

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