Rhein-Ausstellung im Museum Friesenheim erinnert an die Flut von 1882/83
- In Heidelberg erreichte das Hochwasser 2024 einen der höchsten Pegel seit eh und je. Der Neckar führte die Wassermassen aus Zuflüssen in Bayern und Schwaben. Dort sprach man in vielen Ortschaften von einem Extremhochwasser, einer Jahrhundertflut durch Starkregen. Ein Mensch erlebt ein Extremhochwasser mit einer Wahrscheinlichkeit von 8 Prozent.
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Friesenheim. Wie kam es zur Hochwasserkatastrophe, zur Jahrhundertflut? Eine Ausstellung des Stadtmuseums Ludwigshafen beleuchtet in Friesenheim die verheerende Überschwemmung zur Jahreswende 1882/83 und zeigt, was sie für Oppau, Edigheim und Friesenheim bedeutete.
Die Ausstellung Der Rhein: Vom Uferidyll zur Hochwasserkatastrophe läuft vom 19. September bis zum 6. Dezember im Museum Friesenheim, Luitpoldstraße 48. Das Museum liegt im Gemeindehaus am Otto-Buckel-Platz. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, kostet der Besuch nichts.
Los geht es am Samstag, 19. September, ab 14 Uhr. Grußworte sprechen Dr. Regina Heilmann, Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Thorsten Ralle, Ortsvorsteher Friesenheim, und Dr. Günter Rutkowski, 1. Vorsitzender des Museumsvereins. Den Eröffnungsvortrag Hochwasserschutz am Oberrhein hält Wolfgang Koch von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die letzte verheerende Überschwemmung, die Friesenheim und das Umland traf. Zur Jahreswende 1882/83 brach der Rheindamm auf Höhe der Oppauer Gemarkung. Laut Ankündigung forderte das Unglück in Oppau, Edigheim und Friesenheim nicht nur Menschenleben, sondern verursachte auch große Zerstörungen.
Neben den Folgen der Katastrophe geht es auch um Hintergründe. Die Ausstellung vermittelt Wissenswertes über Gefahren, Entstehung von und Abhilfe bei Hochwasser sowie über die Regulierung von Flussläufen. Fotografien, Zeichnungen und Berichte, die neu aufbereitet wurden, zeigen die Schäden in den betroffenen Gemeinden. Besuche sind an diesen Terminen möglich: 19., 26., 27., 28. September, 3., 4., 17., 31. Oktober, 14. und 29. November sowie 6. Dezember. Zusätzlich bietet das Museum Sonderöffnungen und Führungen für Gruppen nach Terminvereinbarung an.
Zum Begleitprogramm gehören Vorträge. Geplant sind am Samstag, 17. Oktober Luftqualität, Meteorologie und Klimawandel von Dr. Max Bangert (BASF SE), am Samstag, 31. Oktober Ludwigshafen und der Rhein von Dr. Klaus Jürgen Becker (Stadtarchiv Ludwigshafen), am Samstag, 14. November Hochwasser- und Starkregenvorsorge von Rainer Ritthaler (Bereichsleiter Umwelt der Stadt Ludwigshafen i. R.) und am Sonntag, 29. November Katastrophenschutz ist unsere Arbeit von Patrick Weiß und Ralf Schölles (Technisches Hilfswerk, THW). jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |