Ausstellung: Plattencover als Bestandsaufnahme des Amerikanischen Traums
- Exponat der Sammlung
- Foto: Raymond Pettibon, Courtesy David Zwirner, Sammlung Stefan Thull, Foto: Anne Schubert
- hochgeladen von Julia Glöckner
Ludwigshafen. Das Wilhelm-Hack-Museum widmet dem US-amerikanischen Künstler Raymond Pettibon erstmals eine Ausstellung zu seinen ikonischen Albumcovern. Unter dem Titel „Kabinettstücke: Raymond Pettibon. Nervous Breakdown“ sind von Sonntag, 26. April, bis Sonntag, 20. September mehr als 200 Exponate aus der Sammlung Stefan Thull zu sehen.
Die Schau bietet einen breiten Überblick über Pettibons Arbeiten für die Musikszene – von Schallplatten über CDs und Musikkassetten bis hin zu DVDs aus den Jahren 1979 bis heute. Ergänzt wird die Ausstellung durch Flyer und Fanzines.
Pettibon gilt als scharfsinniger Chronist der Gegenwart, dessen Zeichnungen sich mit den prägenden Themen und Bildwelten auseinandersetzen. Dabei schöpft er aus einer Vielzahl von Quellen – von Literatur über Kunstgeschichte, Populärkultur und Religion bis hin zu Politik und Sport: Woodstock und der "Summer of Love", Baseball und Surfen, Rassismus, Drogen und Doppelmoral wie auch die Kriege in Vietnam und im Irak sind wiederkehrende Themen und Motive. In seinen gleichermaßen von Comics wie den Traditionen der Satire und Sozialkritik des 18. und 19. Jahrhunderts inspirierten Bildwelten verbinden sich auf ebenso poetische wie kritische Weise Bild und Text zu einer schonungslosen Bestandsaufnahme des American Dream.
Seine künstlerischen Wurzeln liegen in der Punkrockszene im Los Angeles der späten 1970er-Jahre. Dort gestaltete er unter anderem Plattencover und Grafiken für Bands wie Black Flag und Minutemen. Internationale Bekanntheit erlangte er unter anderem mit dem Cover für das Album „Goo“ (1990) der Band Sonic Youth, das heute als popkulturelle Ikone gilt.
Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog mit Beiträgen unter anderem von Max Dax, Kim Gordon und Ulrich Loock. Sie wird am Samstag, 25. April, um 17 Uhr eröffnet. Zur Vernissage sprechen Oberbürgermeister Klaus Blettner sowie Museumsdirektor René Zechlin. Eine Einführung gibt die Kuratorin der Schau, Astrid Ihle. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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