Aus für Quartierszentrum in Rheingönheim kurz vor Vertragsabschluss
- Das Tor zum TV Rheingönheim ist von der Straße aus gut sichtbar. Zur Gaststätte hin sollte der Sportplatz verkleinert werden, um Freifläche fürs Gebäude des Projektentwicklers zu schaffen.
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Ludwigshafen. Das geplante Quartierszentrum „Hoher Weg“ in Rheingönheim wird nicht gebaut. Die ALDI SÜD Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG hat das Vorhaben abgesagt hat. Dies teilte die Stadtverwaltung heute Morgen mit.
Über Jahre hatten Verwaltung, Politik und die WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Ludwigshafen (W.E.G.) das Projekt begleitet und vorbereitet sowie zwischen Einzelinteressen des TV Rheingönheim und Aldi vermittelt. Trotzdem kam der geplante Vertragsabschluss zwischen dem Projektentwickler und dem TV Rheingönheim nicht zustande.
Nach Angaben der Stadt sagte der Verein einen bereits vereinbarten Notartermin kurzfristig ab. Auch weitere Vermittlungsversuche von Stadt und W.E.G. konnten keine erneute Annäherung bringen.
Das Vorhaben galt als wichtiger Impuls für die Innenentwicklung Rheingönheims. Auf dem städtischen Gelände am Hohen Weg, das vom TV Rheingönheim genutzt wird, sollten ein Lebensmittel-Nahversorger, Wohnungen, betreutes Wohnen sowie eine Bäckerei mit Café entstehen.
Der TV Rheingönheim wollte dafür eine Teilfläche in das Projekt einbringen, damit der Verein mit den Erlösen sein sportliches Angebot neu ausrichten kann. Bereits im Februar 2024 hatte der Stadtrat den Weg für die Innenentwicklung freigemacht.
Schon 2023 hatte die W.E.G. in einem zweistufigen Konzeptvergabeverfahren Ideen verschiedener Projektentwickler eingeholt. Dabei flossen auch Wünsche aus dem Ortsbeirat sowie die Pläne des Vereins für eine sportliche Neuausrichtung in die Überlegungen ein, die vorab eingeholt wurden.
das insgesamt rund 7.080 Quadratmeter große Areal benannt und mit den Ideen des Vereins für eine Neuausrichtung des sportlichen Angebots abgeglichen worden. Städtebauliche und planerische Rahmenbedingungen waren einvernehmlich erarbeitet und lagen transparent auf dem Tisch. Im Ergebnis starteten dann W.E.G. und Stadtverwaltung mit dem Erstplatzierten aus dem Verfahren, der ALDI SÜD Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG, die Verhandlungen im Detail. Die Entwürfe wurden erarbeitet und auch kommuniziert. Kurz vor dem Abschluss platzte das Projekt dennoch.
"Die Stadt Ludwigshafen bedauert es sehr, dass das Vorhaben nach so vielen Jahren der Vorbereitung und der Verhandlungen kurz vor dem Notartermin offenbar gescheitert ist. Wir haben hier jede Hilfestellung gegeben und kontinuierlich unterstützt. Am Ende müssen aber alle Parteien mitziehen und Verantwortung übernehmen. Wir waren dazu bereit", sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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