Verkehrsforum / Lieferkonzepte / Sommer 2020 soll Möbelhaus am Weinweg öffnen
Alternativen zum Pkw in Karlsruhe diskutiert

Diskussionsrunde unter anderem mit Verkehrsminister Winfried Hermann (Mitte), der für eine Verkehrswende plädiert foto: knopf
  • Diskussionsrunde unter anderem mit Verkehrsminister Winfried Hermann (Mitte), der für eine Verkehrswende plädiert foto: knopf
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Karlsruhe. Zu einem Verkehrsforum lud kürzlich das Möbelhaus „Ikea“ in das Karlsruher Bürgerzentrum „Südwerk“.

Im Sommer 2020 soll die im Bau befindliche „Ikea“-Filiale am Weinweg eröffnen.
Mit diversen Gästen wurden nachhaltige Mobilitätskonzepte diskutiert. Den Beginn machten Johannes Ferber (Gebäudemanagement „Ikea“), und „Ikea“-Nachhaltigkeitsmanagerin Christiane Scharnagel. „Wir haben lange einen Standort mit einem ÖPNV-Anschluss gesucht. Hinzu kommt die Nähe zur Innenstadt. Von Vorteil ist, dass wir bereits eine versiegelte Fläche vorgefunden haben, ebenso der Autobahnanschluss“, so Ferber.

Es gebe bislang zwar eine „Ikea“-Filiale direkt in einer Innenstadt – in Hamburg-Altona – und 70 Prozent der Kunden kämen dort ohne Pkw. Karlsruhe sei jedoch die einzige Filiale direkt vor einer Tramhaltestelle.
„Wir möchten Lieferkonzepte anbieten, die nachhaltig und emissionsfrei sind. Wir möchten, dass unsere Kunden ohne Pkw kommen – beispielsweise mit Rädern und Lastenanhängern“, machte Scharnagel deutlich. Rad-Kuriere, Möbel-Taxis oder Leihfahrräder seien probate Alternativen zum eigenen PKW.
An der Filiale an der Durlacher Allee sind 300 Radabstellplätze geplant. Man rechne mit einem ÖPNV-Anteil von 15 Prozent. Prognostiziert sind 9.000 Pkw-An- und Abfahrten werktäglich, samstags 14.000.
Der Impulsvortag des Forums kam von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann: Er sprach von Städten, die vom Autoverkehr dominiert seien. Es bräuchte jedoch einen Verkehr, der klima-, umwelt- und sozialverträglich sei und bezahlbar sei. „Nach der Energiewende brauchen wir die Verkehrswende. Wir müssen weg von der Autofixiertheit“, so Herrmann.

In der Diskussionsrunde erläuterte die Leiterin des Stadtplanungsamts, Anke Karmann-Woessner, dass der U-Strab-Bau ein bewusstes Statement für den ÖPNV sei und dass man als Stadt für die Verkehrswende stehe. Daniel Rieger vom „NABU“ sagte, dass die auf Autoverkehr konzipierte Stadt nahe vor dem Verkehrsversagen stünde, Ziel sei die autofreie Innenstadt. Martin Kagerbauer (KIT) erklärte, dass es wichtig sei, Kunden vielfältige umweltfreundliche Angebote zur Verfügung zu stellen, die verknüpft werden können. Es ginge darum, verschiedene Verkehrsmittel in Modulen zu vernetzen. „Ikea“ wiederum plant künftig seine Filialen verstärkt in Innenstädten, wo die Menschen seien, statt auf der „grünen Wiese“ zu bauen. voko

Infos: vmz.karlsruhe.de

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