Personal-Puzzle zum Jahresfinale: Karlsruher SC muss nach Bochum
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Karlsruhe. KSC. Das letzte Spiel des Jahres steht für den Karlsruher SC an: Am Samstag, 20. Dezember 2025, müssen die Blau-Weißen (Tabelle: 8.) ab 13 Uhr beim VfL Bochum (Tabelle: 9.) antreten. Zwei Dinge stehen am 17. Spieltag schon vor der Anreise der Mannschaft fest: Rund 2.800 KSC-Fans sind dabei; der Gästeblock ist ausverkauft – und die Startelf wird anders aussehen!
Schiri ist Marc Philip Eckermann aus dem Württembergischen (28, ein 2.Liga-Aufsteiger, der seinen 5. Einsatz in der Liga pfeift). Eckermann ist ein Schiri, der bislang im Schnitt fast fünf Gelbe Karten pro Spiel (dazu 1x Gelb-Rot) gezeigt hat! Video-Assistent ist Guido Winkmann, VAR-Assistent Holger Henschel.
Blick auf die Aufstellung
In der Abwehr vielleicht Jung, Beifus, Herold und Scholl, davor Rapp und Burnic – vorne vielleicht Simic und Opitz? Das Trainerteam muss in Sachen Aufstellung kreativ sein, denn die verletzten Ben Farhat und Egloff fehlen noch immer, dazu sind Franke und Schleusener gesperrt. „Personell ist es ein bisschen schattiger geworden“, so Trainer Christian Eichner, denn auch bei Kobald zwickt es in der Wade, was wohl die vorzeitige Winterpause für ihn bedeutet. Wenigstens sind Pinto Pedrosa und Jung wieder ins Training eingestiegen. Doch auf der anderen Seite bedeutet das auch, dass andere Spieler die Chance bekommen, zu zeigen, was sie können. Keine leichte Aufgabe in Bochum, denn nach dem Trainerwechsel sind die Hausherren wieder in Tritt gekommen. Kein Wunder, dass Trainer Eichner in Sachen Aufstellung eher zurückhaltend war: „Wir werden schauen, für was wir uns dann am Samstag entscheiden.“ Denn die Entscheidung, wer zum Beispiel in der Innenverteidigung spielt, hat auch Auswirkungen auf andere Positionen. „Wir müssen schauen, dass wir eine gute Mischung von Spielern auf dem Feld haben, die dann auch ein bisschen den Takt angeben kann.“
Eicher erwartet „andere Kultur im Verteidigen“
Etwas Grund-Optimismus für Samstag war bei Eichner herauszuhören: Die Mannschaft könne durchaus ein paar Elemente vom vergangenen Spiel mitnehmen, das könne das Team auch bestärken. Allerdings – und das sprach Eichner deutlich an: „Wir brauchen insgesamt eine andere Kultur im Verteidigen!“ Dazu könne jeder im Team beitragen; indem er einen Schritt in eine andere Richtung macht. Zudem erwarte Eichner, dass der KSC „mal wieder ein bisschen mehr Fußball spielt“. Schließlich gehe das einher mit Selbstvertrauen, auch wenn der KSC aktuell wohl eher als „Underdog“ zum Bundesliga Absteiger nach Bochum fährt. Aber auch aus dieser Situation könne man etwas zu seinem Vorteil machen – „und das wird der Job sein am Samstag! Die Mannschaft wird einen ordentlichen Plan mitbekommen, dazu wird sie die Unterstützung bekommen, von den von den Leuten draußen und auch von denen, die direkt an der Coachingzone sind.“
Letzter Auftritt vor der Winterpause
Eines dürfte mit Blick auf den aktuellen KSC-Lauf und die Verletztensituation beim KSC klar sein: Die anschließende Winterpause kommt sicherlich passend! Auf der Pressekonferenz wurde auch das Thema „Winter-Verpflichtungen“ angesprochen: Eichner wäre zunächst mal dankbar, wenn jene Spieler, die schon länger weg seien, wieder zurückkämen. Der Trainer geht davon aus, dass dadurch auch dem einen oder anderen im Team insgesamt wieder geholfen wird, weil etliche Elemente dann auch wieder auf mehr Schultern verteilt werden können. Damit werde die Mannschaft besser, jedoch nur, wenn sich die Kultur der ersten Saisonwochen wieder entwickelt. Da gebe es ein paar Faktoren, „die mich hoffnungsvoll nach vorne blicken lassen.“ Wäre schön, wenn ein paar dieser Elemente schon am Samstag mal wieder aufs Feld kommen.
Daten im Blick
Beim Blick auf die Tabelle kann der KSC selbst mit einem Auswärtssieg nicht nach vorne klettern, denn Hertha ist sechs Punkte entfernt! Doch wichtig wäre, denn Abstand nach hinten zu vergrößern, denn immerhin lauern hinter dem KSC Bochum, Münster (gegen Elversberg), Nürnberg (gegen Hannover) und Bielefeld (bei Hertha), die bei einer KSC-Niederlage alle vorbeiziehen könnten. Zudem: Es sind nach unten nur 7 Punkte!
Zwischen Bochum und dem KSC gab es bislang 61 Begegnungen (ob Bundesliga, Aufstiegsrunde, 2. Liga, Pokal oder Freundschaftsspiel) – mit klarem Vorteil für den Westverein (22/24/15) bei 92 zu 75 Toren. Bei 32 Spielen in Bochum gab es lediglich sechs Auswärtserfolge der Karlsruher – zuletzt im Januar 2021.
Autor:Jo Wagner |
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