KSC-Befreiungsschlag im Karlsruher Wildpark
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Karlsruhe. KSC. Das war die richtige Antwort zur richtigen Zeit: Nach der desolaten 1:5-Klatsche gegen Nürnberg brannte am Samstagnachmittag, 21.Februar 2026, im Wildpark der Baum. Zwar war die Bude ob der vergangenen Ergebnisse nicht ausverkauft, doch der Karlsruher SC zeigte von der ersten Minute an Wille und Moral und schickte kriselnde Kieler mit einem deutlichen 3:1 (Halbzeit 1:0) auf die Heimreise. In einer hitzigen Partie war es vor allem Kapitän Marvin Wanitzek, der voranging und die Weichen auf Sieg stellte.
Wanitzek eiskalt, Kieler Ehrentreffer zu spät
Der KSC legte los wie die Feuerwehr. Schon in der 8. Minute zappelte das Leder im Netz: Wanitzek vollendete nach feiner Vorarbeit von Louey Ben Farhat zur frühen Führung. Kiel, nach dem Abstieg aus der Bundesliga ohnehin im Dauertief, fand kaum Mittel gegen die blau-weiße Aggressivität. Glück für den KSC, dass der VAR den Elfmeterpfiff des Schiris einkassierte; Kwon klärte mit der Brust - und nicht mit der Hand!
Nach dem Seitenwechsel war es dann Ben Farhat selbst, der in der 61. Minute auf 2:0 erhöhte und den Deckel fast schon draufmachte. Als Wanitzek in der 83. Minute per Abstauber seinen Doppelpack schnürte, war der Wildpark ein Tollhaus! Dass der Kapitän in der 90. Minute noch einen Elfmeter über den Querbalken jagte und Marcus Müller in der Nachspielzeit (90.+5) den Ehrentreffer für die Störche erzielte, war am Ende nur noch Ergebniskosmetik.
„Angezahlter“ Eichner schlägt zurück
Die Schlagzeilen vor dem Anpfiff waren klar: Trainer Christian Eichner stand mit dem Rücken zur Wand. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen Spielen und der internen Unruhe seit der Trennung von Zlatan Bajramovic im Winter forderten nicht wenige bereits den Kopf des dienstältesten Zweitliga-Coaches.
Doch die Mannschaft lieferte das perfekte Plädoyer für ihren Trainer. Der KSC wirkte stabil, gallig und – anders als in Nürnberg – defensiv geordnet. Eichner bewies mit der Aufstellung ein glückliches Händchen. Der Sieg ist mehr als nur drei Punkte; er ist ein Statement in Richtung Vereinsführung: Die Truppe folgt ihrem Coach. Der Druck ist zwar nicht weg, aber die Schlinge am Adenauerring ist erst einmal gelockert.
Autor:Jo Wagner |
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