Karlsruher SC ist bereit für das Derby gegen den FCK
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Karlsruhe / KSC. Die Hütte ist am Samstag, 18. Oktober, pickepacke voll, darunter sind über 3.500 Gästefans, gespannte Atmo, gespannte Region beim Südwestderby (Anpfiff: 13 Uhr), beim Klassiker zwischen dem KSC und dem FCK. Wenn es gegen die Pfälzer geht, wird erfahrungsgemäß nochmal ‘ne Schippe draufgelegt!
Diese Spannung ist auch rund um die Mannschaft zu spüren, die sich – mit Blick auf die Abwehr – wohl nicht viel ändern wird zum vergangenen Spiel. Mit anderen Worten: Marcel Franke als auch Sebastian Jung müssen wohl weiterhin passen, wie KSC-Trainer Christian Eichner erklärte. Die Länderspielpause (die KSC-Spieler, die mit Länderteams unterwegs waren, sind alle gesund zurück) nutzte der KSC für ein Trainingsspiel – mit einem ernüchternden 0 zu 7 gegen Erstligist Freiburg, was Eichner aber nicht zu hoch hängen wollte, wenngleich das Spiel nicht nur vom Ergebnis nicht besonders gut war, so Eichner. Wichtiger seien daraus jedoch „individuelle Aspekte“, durchaus auch „Beispielszenen“ vom Gegner wie jene, als Freiburg schon 6 zu 0 führte, aber dennoch bei Ballverlust zurück in die eigene Abwehr sprintete. Eine Haltung, die Eichner beeindruckte.
Zum vergangenen Testspiel
„Wir können uns da eine Scheibe abschneiden“, so der KSC-Trainer: „eine ganz große Scheibe!“ Sicherlich sei das deutliche Ergebnis auch für die KSC-Spieler lehrreich; weiter zu 100 % dranzubleiben, denn sie haben gesehen, dass Fehler sofort bestraft werden – und sie einfach mehr arbeiten müssen! Wie in den vergangenen Jahren habe es zudem gezeigt, dass es irgendwann „Klick“ machen müsse, beim einen oder anderen vielleicht etwas früher. Eines sei jedoch klar: „Wenn wir am Samstag so ein Zweikampfverhalten abliefern wie beim Spiel gegen Freiburg, haben wir unabhängig der Konstellation keine Chance“, so Eichner deutlich! Denn der Tabellen-6. aus der Westpfalz will natürlich in Karlsruhe punkten, beim Tabellen-7. Beide Teams haben bislang je 15 Punkte auf dem Konto, beide je 9 Kisten kassiert, doch der FCK hat offensichtlich Stürmer, die sich bislang (15 Treffer) treffsicherer zeigten. „Ein absolutes Spiel auf Augenhöhe“, so Eichner, doch der KSC werde versuchen, auch mit Zuschauerunterstützung, „für die dieses Spiel natürlich auch einen großen Wert hat, den KSC-Fans ein Dreier zu schenken!“
Konzentriert sein
Große Umstellungen oder gar Systemwandel sind für Samstag nicht zu erwarten, da ließ Eichner keine Zweifel: „Ich glaube, dass die Mannschaft sich momentan in dieser Grundordnung wohlfühlt.“ Wenn man jedoch etliche Fehler mache, spiele es keine Rolle, ob ein Team mit Vierer-, Dreier- oder Fünferkette spiele, „denn dann wirst du verlieren“, so Eichner. Das sei ein Haltungsthema – und „diese Haltung brauchen wir am Samstag bei so einem Spiel mehr denn je zu Hause!“ Das habe der KSC in dieser Spielzeit zu Hause auch punktemäßig gut hinbekommen. „Wir müssen diese Phasen verlängern!“ Da sei Eichner in Dresden lange Zeit einverstanden gewesen: „Das war ein Schritt fußballerisch nach vorne!“ Doch defensiv sei es in den spielentscheidenden Situationen nicht gut genug gewesen, „um mehr zu bekommen.“
Eine deutliche Ansage – und Eichner betonte, dass es im Derby um die „individuellen Duelle“ ginge: „Wer diese individuellen Duelle am Ende mehrheitlich für sich entscheidet, wird das Spiel auf seine Seite ziehen!“ Da habe seine Mannschaft im Testspiel erfahren können, wie es nicht gehe. Eichner zeigte sich überzeugt davon, dass seine Mannschaft am Samstag ein Auftreten haben werde, das einem Derby entspricht. Das fange schon bei einem Einwurf an, der richtig verteidigt werden müsse, gehe über das Verhalten bei Ballwechseln weiter, bei relevanten Szenen – und ende letztlich mit dem Verhalten in der Nachspielzeit.
Blick in die Geschichte
67 Spiele (16/27/24 bei 86:103) gab es zwischen den beiden Teams bislang; mit leichten Vorteilen (auch tormäßig) für den FCK; ob bei Spielen um die Deutsche Meisterschaft, Bundesliga, 2. Liga, Pokal oder 3. Liga.
Ob es abseits des Spielfelds oder schon im Vorfeld des Spiels „Frotzeleien“ zwischen den Fangruppen gibt, sei eher nicht im Fokus der Mannschaften, die sich bei solchen Spielen „im Tunnel“ befinden, doch Eichner geht von einem friedlichen Derby aus, schließlich gebe es genügend Dinge, auf die sich die Anhänger beider Teams freuen können.
Autor:Jo Wagner |
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