Waschbären im Wohngebiet: Diese Tipps solltet ihr jetzt kennen
- Wer Mülltonnen, Kompost und Tierfutter nicht sichert, zieht Waschbären schnell in den Garten.
- Foto: Stadt Karlsruhe, PIA, Lotta Stähr
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Karlsruhe. Waschbären tauchen immer häufiger auch in Wohngebieten auf. Das städtische Forstamt rät zu konkreten Maßnahmen, damit es gar nicht erst zu Konflikten mit den Tieren kommt.
Der Waschbär gilt als invasive, nicht heimische Wildart. Er vermehrt sich stark und breitet sich schnell aus. Die Tiere lernen laut Forstamt schnell, wo es Futter gibt. Sie können dabei zutraulich wirken, aber auch aufdringlich werden.
So verhindert ihr, dass Waschbären angelockt werden
Das städtische Forstamt empfiehlt, Abstand zu Wildtieren zu halten und sie keinesfalls zu füttern. Nahrungsreste auf dem Kompost sollen entfernt werden.
Außerdem rät das Forstamt, Mülltonnen mit einem Schloss zu verschließen. Auch Futter lockt Waschbären an. Katzenfutter oder anderes Futter für Igel oder Vögel solltet ihr deshalb nachts hineinstellen.
Wer Gartenhütten oder andere Gebäude hat, soll mögliche Zugänge verschließen. Als Überkletterungsschutz oder um den Aufstieg zu verhindern, empfiehlt das Forstamt Metallmanschetten mit glatter Oberfläche. Drahtgeflechte eignen sich demnach nicht, weil Waschbären daran hochklettern.Wichtig ist laut Forstamt auch der rechtliche Rahmen. Die Jagdausübung im Siedlungsraum ist nach Paragraf 13 Jagd- und Wildtiermanagementgesetz Baden-Württemberg verboten. Dazu gehört auch der Einsatz von Lebendfallen.
Bei Verstößen droht eine Ordnungswidrigkeit, in schweren Fällen kann es sich um eine Straftat handeln. Eine Ausnahme vom Jagdverbot im befriedeten Bezirk kann die untere Jagdbehörde ausschließlich sachkundigen Personen erteilen, die einen gültigen Jagdschein besitzen.
Ausführliche Informationen gibt es im Wildtierportal Baden-Württemberg unter wildtierportal-bw.de. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, will das Forstamt mit den Hinweisen vor allem vorbeugen und unnötige Konflikte im Siedlungsraum vermeiden.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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