"Die wilden 90er des KSC"
Unterhaltsamer Abschluss einer gelungenen Ausstellung
- Die Macher der Schatzkammer mit Roland Schmider
- Foto: Rolf Bohrer
- hochgeladen von Rolf Bohrer
Nach etwas mehr als 3 Wochen fand diesen Sonntag eine gut besuchte Finissage der Ausstellung zu den "wilden 90ern des KSC" statt. Gäste waren der damalige Präsident und heutige Ehrenpräsident Roland Schmider, sein Vize Uli Lange ("Vater" des KSC-Familientags) und der Spieler Sean Dundee. Unter den Besuchern war zudem der ehemalige Oberbürgermeister Heinz Fenrich. In einer launigen Gesprächsrunde gab es so manche Anekdote zu hören: so berichtete Roland Schmider, dass seine Tochter sich beklagte, als einmal wieder ein Verantwortlicher des FC Bayern kam um einen Spieler des KSC weg zu holen.
Die Ausstellung war ein voller Erfolg, es kamen täglich meist mehr als 100 Besucher und die Gästebucheinträge sind voll des Lobes. Unter den Besuchern war ein in den 90ern nach Australien ausgewanderter Karlsruher, der auch dort noch den KSC weiter verfolgt. Er nutzte den Heimaturlaub zum Besuch der Ausstellung und des Spiels gegen Wolfsburg. Oder ein Vater, der mit seinem Sohn extra aus Saarlouis für die Ausstellung angereist war. Enttäuschend dagegen, dass kaum ein Verantwortlicher oder Mitarbeiter aus dem nahen Wildpark den Weg ins Regierungspräsidium fand.
Zu sehen gab es rd. 500 verschiedene Stücke aus dieser erfolgreichen Epoche mit am Ende dann steilem Absturz. Darunter verschiedene Originaltrikots , u.a. von UEFA-Cup-Gegnern, die Burkhard Reich zur Verfügung gestellt hatte. Er unterstützte die Macher der Schatzkammer und kam einmal mit Michael Wittwer und dann noch mit Edgar Schmitt zur Ausstellung. Auch Roland Schmider hatte einige Erinnerungsstücke beigesteuert: z.B. Gastgeschenke der UEFA-Cup-Gegner und auch ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Pokalsieger 1996", das vorab produziert wurde. Vom KSC hatte man Pokale von den erfolgreichen Hallenturnieren erhalten (darunter der Siegerpokal vom Hallenmasters 1995), von Sportfotograf Markus Gilliar Fotos und aus dem Archiv der BNN die Originalartikel zu den Ereignissen. Zudem haben Fans und private Sammler einiges aus ihrem Fundus beigesteuert, so dass ein buntes Spektrum zu bewundern war, Schals und Wimpel ebenso wie kuriose Fanartikel.
Für den Verein KSC-Schatzkammer e.V. , der erst im Oktober 2024 gegründet wurde, war es nach der letztjährigen Ausstellung zu den "goldenen 50ern des KSC" die nun zweite gelungene Schau zur KSC-Vereinsgeschichte. Und immer wieder war von Besuchern der Ruf nach einem KSC-Museum zu hören, in naher Zukunft wird man wohl aber eher weiter in diesem Format fortfahren, das Regierungspräsidium hat bereits für nächstes Jahr erneut seine Räumlichkeiten angeboten.
Autor:Rolf Bohrer aus Karlsruhe |
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