Einsatz in Ecuador für Projekt der "Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe"
Kolibris füttern und Lehrpfade pflegen: Karlsruher sind engagiert

Pedro Peñafiel, Sarah Stöhr und Ruben Dürr beim Bau einer Wurmzucht im "Umweltzentrum Mindo Lindo".
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  • Pedro Peñafiel, Sarah Stöhr und Ruben Dürr beim Bau einer Wurmzucht im "Umweltzentrum Mindo Lindo".
  • Foto: Ruben Dürr
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Karlsruhe. Das Großprojekt der "Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe" ist in Ecuador angesiedelt. Dort gibt es jetzt zwei freiwillige Helfer: Sarah Stöhr und Ruben Dürr. Sie arbeiten ein Jahr im Umweltzentrum Mindo Lindo. Der "Internationale Bund", unterstützt durch die "Organisation Weltwärts", ermöglicht diesen Auslandseinsatz. "Unsere ersten Wochen in Ecuador haben wir wunderbar überstanden und uns gut eingelebt. Die Tier- und Pflanzenvielfalt ist beeindruckend", berichtet Ruben Dürr, der zuvor ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Karlsruher Zoopädagogik absolviert hat. Angeleitet werden die beiden Freiwilligen vor Ort von Pedro Peñafiel, der zusammen mit seiner Frau, der aus Deutschland stammenden Biologin Heike Brieschke, das Projekt betreut.

Artenschutzstiftung hat eine 24 Hektar große Fläche erworben
Ecuador ist – bezogen auf seine Fläche – das Land mit der weltweit größten Biodiversität und zählt zu den artenreichsten Ländern unserer Erde. Es gibt dort zum Beispiel 130 Kolibri- und 4.000 Orchideenarten. Die Artenschutzstiftung hat bei der Stadt Mindo am Westhang der Anden im vergangenen Jahr eine 24 Hektar große Fläche erworben. In diesem Reservat wird unzerstörter Nebelwald mit einem großen Reichtum an Tieren und Pflanzen erhalten und ehemalige Weideflächen wiederaufgeforstet.

Kolibris füttern und Lehrpfade pflegen

Die Arbeit von Stöhr und Dürr besteht darin, Lehrpfade zu pflegen, Kolibris zu füttern und Bäume zu pflanzen. "Oftmals ist es viel und körperliche Arbeit. Angesichts der vielen Tiere und Pflanzen, die man hierbei entdeckt, ist es trotzdem ein unbeschreibliches Erlebnis", sagt Dürr. Auch das Anlegen einer Wurmzucht zur Unterstützung der Kompostierung von Pflanzenmaterial gehört zum Aufgabenbereich. "Wir sind froh, dass die beiden jungen Menschen sich für unser Projekt begeistern und sich so einbringen", betont Stiftungsvorstand Dr. Clemens Becker.

Ausweitung der Austauschmöglichkeiten
Auch bei der "Karlsruhe Energie- und Klimaschutzagentur", die ebenfalls am Projekt beteiligt ist, ist die Freude über die Helfer vor Ort groß. Geschäftsführer Dirk Vogeley hatte sich schon bei der Bekanntgabe der Zusammenarbeit begeistert gezeigt: "Mit dem Internationalen Bund und unseren Partnern vor Ort streben wir eine Ausweitung der Austauschmöglichkeiten für junge Menschen an. Mit diesem Programm gehen Klima- und Artenschutz Hand in Hand." (pia)

Infos zur "Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe" und deren weitere Projekte: www.artenschutzstiftung.de

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