Karlsruhe nimmt fünf neue Schnelllader in Betrieb – Netz wächst auf 530 Ladepunkte
- Schnell nachladen, während der Einkauf läuft. In Karlsruhe sind dafür fünf neue Standorte ans Netz gegangen.
- Foto: Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
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Karlsruhe. Wer beim Einkaufen oder auf dem Weg zum Termin kurz Strom nachladen will, hat in Karlsruhe jetzt fünf zusätzliche Schnelllade-Standorte zur Auswahl. Je nach Akkustand dauert das Laden an einer Schnellladesäule laut Stadt nur rund 20 Minuten.
Neu sind Schnellladesäulen in Neureut an der Badnerlandhalle, in Oberreut in der Wilhelm-Leuschner-Straße, in Mühlburg am P+R Parkplatz Kühler Krug, in der Weststadt an der Südlichen Hildapromenade gegenüber dem Rathaus West und am Grötzinger Bahnhof. Insgesamt gibt es damit 34 Standorte für zügiges Laden im Stadtgebiet.
Ökostrom-Vorgabe und Blick auf weitere Standorte
Mit der Inbetriebnahme in Grötzingen laufen nach Angaben der Stadtverwaltung nun alle Ladesäulen, die im ersten Konzessionsvergabeverfahren vorgesehen waren. Anfang 2025 hatte der Gemeinderat entschieden, der enercity AG den Auftrag zum Bau zu erteilen. Eine Vorgabe dabei: Die Schnellladesäulen sollen ausschließlich mit Ökostrom betrieben werden.
Bei der Einweihung nannte Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach die Inbetriebnahme einen wichtigen Schritt für den Klimaschutz. Die Standorte gehen laut Stadt auf eine Bedarfsanalyse zurück. Dabei ging es nicht nur um die Lage, sondern auch um die Art der Ladepunkte, etwa in der Nähe von Ärztehäusern, Supermärkten oder anderen öffentlichen Einrichtungen.
Der Standort am Grötzinger Bahnhof könnte durch seine Lage am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 3 und 10 auch für Menschen auf der Durchreise interessant sein. Sören Golinski, Projektmanager bei der enercity AG, nennt Grötzingen bereits kurz nach Fertigstellung den bislang am stärksten genutzten Standort unter den fünf neuen.
In Karlsruhe gibt es derzeit rund 530 öffentlich zugängliche Ladepunkte. 116 davon stehen im öffentlichen Straßenraum. Die übrigen verteilen sich zum Beispiel auf Supermarktparkplätze, Parkgaragen und Parkhäuser. Aktuell prüfen die Verantwortlichen 60 weitere Standorte für öffentliche Ladeinfrastruktur. Karlsruhe will die wohnortnahe Ladestruktur im gesamten Stadtgebiet weiter ausbauen.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |