Vernissage im Regierungspräsidium
Ausstellung zu den „wilden 90ern des KSC“ eröffnet
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Nach der erfolgreichen Ausstellung zu den „goldenen 50ern des KSC“ im vergangenen Jahr widmet sich der noch recht junge Verein Schatzkammer e.V. einer weiteren Dekade, in der der KSC Fußballgeschichte geschrieben hat: Die rund 3-wöchige Sonderausstellung „Die wilden 90er des KSC“ vollzieht eine wilde „Achterbahnfahrt“ durch die 90er. Persönliche und kollektive Erinnerungen und Emotionen – liebevoll aufbereitet und aufwändig präsentiert im Regierungspräsidium Karlsruhe. Mit dem Ausstellungsort geht es diesmal also weg vom Wildpark, mitten hinein in die Innenstadt – an den Rondellplatz.
Am Donnerstagabend wurde nun die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Regierungspräsidiums mit geladenen Gästen eröffnet. Der neue Regierungspräsident Alexander Föhr begrüßte die Gäste in passendem Ehrmanntrikot aus den 90ern und outete sich als KSC-Fan, der diese Jahre hautnah miterlebt hat. Er sieht den KSC als einen Wirtschaftsfaktor, es sei ein Gewinn für eine Stadt, wenn es eine erfolgreiche Fußballmannschaft gibt. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein beglückwünschte die Schatzkammer zu der Ausstellung und hob hervor, dass dies alles ehrenamtlich und ohne eigene Räume bewerkstelligt werde. Der Ausstellungsort sei gut gewählt im Herzen der Stadt.
Tom Beck, Vorsitzender des Schatzkammer e.V., gab einen Überblick über das, was die Besucher bei der Ausstellung aus den 90ern erwartet: „In diesem Jahrzehnt KSC-Geschichte verdichtet sich wirklich alles, was den Fußball und die Gefühlswelt seiner Anhänger ausmacht. Höhen und Tiefen, Freude und Frust, große Siege und bittere Niederlagen, Triumphe und Tragödien, Euphorie und Ernüchterung, Höhenflug und Absturz, überschwänglicher Siegestaumel und tiefe Niedergeschlagenheit. Zu sehen sind auf fast 400 m2 viele originale Erinnerungsstücke aus Bundesliga und DFB-Pokal bis hin zur unvergessenen UEFA-Cup-Zeit Aber auch der sportliche und wirtschaftliche Abstieg zum Ende der 90er findet seinen Platz in dieser umfangreichen Rückschau.“
Er bedankte sich beim Regierungspräsidium für das kurzfristige und großzügige zur Verfügung stellen der Räumlichkeiten, sowie die tatkräftige Unterstützung der Mitarbeiter*innen. Ebenso für die Unterstützung der Stadt Karlsruhe (Stadtarchiv, Kulturamt), dem Fotografen Markus Gilliar für zahlreiche Fotos, sowie den Mitarbeiter*innen des KSC und den zahlreichen Leihgebern. Burkhard Reich hatte z.B. 30 Trikots zur Verfügung gestellt, darunter Trikots seiner Gegner aus den UEFA-Cupspielen. Beck berichtete zudem, dass der Verein eine Anlaufstelle beim Fanprojekt Karlsruhe erhalten habe. Dann eröffnete er zusammen mit Alexander Föhr die Ausstellung mit den Worten „Einen roten Teppich haben wir nicht ausgerollt für Euch… aber viel besser – wir haben einen blauen!“... und über blaue Teppiche ging es dann in die Ausstellung.
Die Ausstellung zeigt ein kunterbuntes Sammelsurium aus dieser Zeit: zahlreiche Fotos, Trikots, Schals, Wimpel, Fahnen und Fanutensilien. Aber auch viele Besonderheiten, wie das Trikot und den Kickschuh von Edgar Schmitt aus dem Valenciaspiel, Gastgeschenke der Spielgegner oder ein T-Shirt „Pokalsieger 1996“ welches vorab vor der Pokalpleite produziert wurde. Unter den Gästen waren auch Gunther „Magic“ Metz, Rolf Dohmen, Günter Pilarsky und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des KSC Michael Obert. Schade und enttäuschend für die Macher der Schatzkammer, die die Ausstellung mit viel Herzblut und zeitintensivem ehrenamtlichen Engagement organisiert haben, war, dass keiner der aktuell Verantwortlichen des KSC anwesend war, zumal der KSC auch eines der Gründungsmitglieder der Schatzkammer ist.
Zeitraum der Ausstellung ist vom 7. Bis zum 30. August. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 10.00 - 18.00 Uhr. Letzte Besuche der Ausstellung sind zusätzlich noch am Samstag, 29.8. und am Sonntag, 30.8. von 10.00 - 18.00 Uhr möglich.
Infos: https://www.ksc-schatzkammer.de/
Autor:Rolf Bohrer aus Karlsruhe |
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