Sturz aus Zug bei Ettlingen: Bahn-Sicherheitsmann in Lebensgefahr

Der Bahn-Mitarbeiter stürzte aus dem Zug und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. (Archivbild) | Foto: Jens Kalaene/dpa
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Ettlingen-Bruchhausen. Bei Ettlingen-Bruchhausen ist ein Mitarbeiter der DB-Sicherheit nach einem Streit während der Fahrscheinkontrolle aus einem fahrenden Zug gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden.

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei begann der Vorfall am Freitagabend, 17. Juli, mit einem verbalen Streit im Zusammenhang mit einer Ticket-Kontrolle. Zwei Mitarbeiter der DB-Sicherheit wurden demnach hinzugezogen. Ein mutmaßlich alkoholisierter 36 Jahre alter Fahrgast soll die beiden Sicherheitskräfte beleidigt haben. Anschließend kam es laut Ermittlern zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem 26 Jahre alten Sicherheitsmitarbeiter.

Tür des fahrenden Zuges öffnete sich während des Gerangels

Während des Gerangels stürzten beide Beteiligten nach Behördenangaben zu Boden. Dabei habe sich aus bislang ungeklärter Ursache die Tür des fahrenden Zuges geöffnet. Der 26-Jährige sei daraufhin auf Höhe von Ettlingen-Bruchhausen aus dem Zug gefallen. Wie schnell der Zug zu diesem Zeitpunkt unterwegs war, war zunächst weder bei der Deutschen Bahn noch bei den Ermittlern bekannt.

Der Tatverdächtige wurde noch im Zug von alarmierten Einsatzkräften festgenommen. Unklar war in der Nacht, ob der Mann Widerstand leistete, ob er verletzt wurde und ob weitere Fahrgäste das Geschehen unmittelbar beobachteten.

Verletzter Mitarbeiter erst nach großer Suche gefunden

Der lebensgefährlich verletzte Bahnmitarbeiter wurde den Angaben zufolge erst nach einer groß angelegten Suche im Gleisbereich entdeckt. Er lag etwa zwei Kilometer hinter dem späteren Halteort des Zuges. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Weitere Angaben zu seinem Gesundheitszustand gab es zunächst nicht.

Zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf des Falls wird weiter ermittelt. Der betroffene Zug wird wegen der laufenden Untersuchungen vorerst nicht mehr im Bahnverkehr eingesetzt.

Angriffe auf Bahn-Beschäftigte nehmen zu

Der Fall reiht sich in eine breitere Entwicklung ein: Übergriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn haben zuletzt zugenommen. Nach Angaben der Bundesregierung registrierte die Bundespolizei im Jahr 2025 rund 2690 Angriffe auf DB-Mitarbeitende. Das waren etwa elf Prozent mehr als im Vorjahr. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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