Flächenbrand bei Stutensee: Betreutes Wohnen evakuiert
- Zahlreiche Feuerwehrleute bekämpfen Brände im Südwesten.
- Foto: Thomas Riedel/dpa
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Stutensee. Die anhaltende Trockenheit erhöht im Südwesten aktuell die Gefahr von Flächenbränden. Bei Stutensee nördlich von Karlsruhe musste am Samstag sogar eine Einrichtung für Betreutes Wohnen vorübergehend geräumt werden.
Feuer erst kurz vor den Gebäuden gestoppt
Nach Angaben der Feuerwehr wurden 27 Menschen aus dem Betreuten Wohnen in Sicherheit gebracht. Das Feuer erfasste die komplette Grünanlage neben den beiden äußeren Wohngebäuden und konnte erst unmittelbar vor den Hauswänden gestoppt werden.
Das Betreute Wohnen befindet sich an einem Seniorenheim. Die Evakuierten wurden während des Löscheinsatzes von Pflegepersonal betreut. Insgesamt brannten rund fünf Hektar Brachfläche und Stoppelfeld. Das entspricht etwa sieben Fußballfeldern. Warum das Feuer ausbrach, war zunächst unklar.
Weitere Brände durch Grillkohle und Feuerschale
Auch in anderen Teilen Baden Württembergs kam es am Wochenende zu Bränden auf Feldern, Wiesen und in Büschen. Verletzte wurden laut den Einsatzkräften nicht gemeldet.
In Reutlingen fiel einem Mann ein Stück glühende Grillkohle auf eine Wiese. Innerhalb kurzer Zeit standen laut Polizei rund 800 Quadratmeter in Flammen. Der Mann konnte den Brand nicht selbst löschen. Die Feuerwehr rückte aus. In einer Schrebergartenanlage setzten zudem Funken aus einem Holzgrill Gräser und Sträucher in Brand. Der Schaden liegt laut Polizei jeweils bei mehreren tausend Euro.
Bei Berglen im Rems Murr Kreis ließ ein 62 Jahre alter Mann eine Feuerschale kurz unbeaufsichtigt. In dieser Zeit entzündete sich das trockene Gras in der Umgebung. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen berichtete von einer „Vielzahl kleinerer Brände“. Auch die Feuerwehr Stuttgart rückte nach eigenen Angaben zu mehreren kleineren Bränden aus.
25 Hektar bei Ketsch betroffen
Auf einem Feld bei Ketsch im Rhein Neckar Kreis gerieten am Samstag zudem mehrere Heuballen in Brand. Laut Polizei löschte die Feuerwehr dort eine Fläche von rund 25 Hektar. Das entspricht etwa 35 Fußballfeldern.
In der Nacht zum Sonntag griff im rund fünf Kilometer entfernten Oftersheim ein Böschungsbrand auf ein Holzlager über. Auch dort brachten Feuerwehrleute die Flammen unter Kontrolle.
Gefahr bleibt vorerst hoch
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bleiben der Waldbrandgefahrenindex und der Graslandfeuerindex in weiten Teilen des Südwestens zunächst hoch. Ab Mittwoch, 15. Juli, soll sich zumindest die Gefahr auf offenen Flächen und Feldern im Südosten Baden Württembergs etwas verringern. Die Waldbrandgefahr bleibt aber in großen Teilen des Landes weiter hoch. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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