Schlosslichtspiele Karlsruhe 2026: Shows und Medienkunst - das ist bis 13. September geboten
- Schlosslichtspiele Karlsruhe - auch 2026 mit neuen Shows und kostenlos
- Foto: Paul Needham
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Schlosslichtspiele Karlsruhe. Karlsruhe wird wieder zur Bühne für spektakuläre Lichtkunst: Vom 13. August bis 13. September 2026 verwandeln die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe das Schloss und zahlreiche Orte in der Innenstadt in einen großen Schauplatz für Projection Mapping, Medienkunst und audiovisuelle Installationen. Unter dem Motto „Lightyard Stories: Visionen urbaner Lebensräume“ stehen in diesem Jahr Architektur, Stadtentwicklung und das Leben in der Stadt im Mittelpunkt.
Die 12. Ausgabe der SCHLOSSLICHTSPIELE widmet sich dabei auch dem 200. Todesjahr des Karlsruher Architekten und Stadtbaumeisters Friedrich Weinbrenner. Auf der rund 170 Meter langen Schlossfassade sind mehrere Shows zu sehen, darunter drei neue Arbeiten internationaler Künstler. Parallel macht die Ausstellung „Media art is here“ die Karlsruher Innenstadt vom 13. August bis 13. September zum kostenlosen Kunstraum.
Drei neue Shows auf dem Karlsruher Schloss
Ein Schwerpunkt der SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe 2026 sind drei neue Projection-Mapping-Arbeiten, die im Rahmen des BBBank-Awards aus 118 internationalen Bewerbungen ausgewählt wurden.
Zu sehen sind:
- „MIR∆GE“ von Henry Hu aus Singapur
- „Metabolism“ von Metanoia Creatives aus Tschechien
- „RE“ von Studio Moebius X Three Oscillators aus Indien
Die drei Künstler beziehungsweise Künstlergruppen erhielten jeweils 15.000 Euro für die Umsetzung ihrer Konzepte. Beim Auftakt am Donnerstag, 13. August, entscheidet das Publikum außerdem per Live-Voting über einen Publikumspreis in Höhe von 5.000 Euro.
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„On Fire“: Karlsruher Berufsfeuerwehr auf der Schlossfassade
Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Berufsfeuerwehr Karlsruhe“ zeigt der Karlsruher Medienkünstler Jonas Denzel die Arbeit „On Fire“. Die Show nimmt die vielfältigen Aufgaben der Berufsfeuerwehr in den Blick und setzt Einsätze, Bewegungen und Geräusche der Rettungskräfte in eine audiovisuelle Bildwelt um.
„OceanDiverCity“: Korallenriffe werden zum Thema
Auch der Schutz der Meere spielt bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN eine Rolle. Der Karlsruher Animationskünstler Moritz Schneider erzählt in „OceanDiverCity“ aus der Perspektive eines Tauchers von der Wiederherstellung beschädigter Korallenriffe.
Die Show thematisiert die Zerstörung und Verschmutzung maritimer Lebensräume und entstand zum 10-jährigen Jubiläum des größten lebenden Korallenriffs Deutschlands, das im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe zu sehen ist.
Neue Show entsteht erst während des Festivals
Besonders ungewöhnlich ist ein weiteres Projekt: Während der SCHLOSSLICHTSPIELE entsteht im Rahmen einer Summer School eine neue Projection-Mapping-Show. Auf Einladung des ZKM kommen 15 internationale Kreative nach Karlsruhe. Unter der Leitung des interdisziplinären Kreativstudios ruestungsschmie.de entwickeln sie gemeinsam eine Arbeit zur Musik von Sonic Art.
Das Ergebnis wird ab 5. September 2026 auf dem Karlsruher Schloss gezeigt.
„Fragile Homes“ gewinnt dm-Award
Der mit 10.000 Euro dotierte dm-Award „connecting worlds“ geht 2026 an das Künstlerduo Yulia Mashkova und Grisha Mumrikov für „Fragile Homes“. Die Arbeit beschäftigt sich mit bürokratischer Erschöpfung und verbindet diese mit Fluchterfahrungen und Fluchtrouten. Das Projekt besteht aus einem Videomapping auf der Schlossfassade sowie Skulpturen am Prinz-Max-Palais, die gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in einem offenen Workshop entstanden sind.
Kinder zeigen ihre Stadt der Zukunft
Auch die „dm-Schlossmaler“ sind wieder Teil des Festivals. Beim Malwettbewerb von dm-drogerie markt wurden zwölf Kunstwerke von Kindern zwischen drei und zwölf Jahren ausgewählt. Die jungen Künstlerinnen und Künstler haben ihre Vorstellungen von einem lebenswerten Stadtraum der Zukunft eingereicht. Ihre Arbeiten werden gemeinsam auf die Schlossfassade projiziert.
- Schlosslichtspiele Karlsruhe - auch 2026 ist das nächtliche Spektakel kostenlos
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Weinbrenner wird zur Medienkunst
Das Werk Friedrich Weinbrenners steht gleich bei mehreren Projekten im Mittelpunkt. In der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz zeigt der Karlsruher Medienkünstler und Softwareentwickler Nikolaus Völzow die audiovisuelle Installation „Echo einer Ordnung“. Die Arbeit setzt sich mit Weinbrenners Verbindung von Architektur und Stadt auseinander und interpretiert sein Werk mit modernen Mitteln der Medienkunst neu.
Eine weitere Installation ist in der Karl-Friedrich-Straße/Ecke Kaiserstraße zu sehen. Dort präsentiert die KME eine für Karlsruhe adaptierte Version von Tom Biddulphs „One way or another“. Ein Gedicht wird auf Verkehrs- und Baustellenschildern sichtbar.
Im Schaufenster von GALERIA in der Kaiserstraße zeigt außerdem „Light up Weinbrenner“ Modelle von Werken und Entwürfen Weinbrenners. Nach Einbruch der Dunkelheit werden die Holzmodelle mit einer Projektion des Künstlers Kento Tomiyoshi inszeniert.
„Media art is here“ macht die Innenstadt zum Kunstraum
Parallel zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN findet vom 13. August bis 13. September 2026 die Medienkunstausstellung „Media art is here“ statt. Das Kulturamt Karlsruhe verwandelt dafür öffentliche Plätze, Fassaden und Schaufenster in Ausstellungsorte. Besucher können Installationen, Videos, Performances und interdisziplinäre Projekte entdecken.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen der Schlosslichtspiele ist frei.
Häufig gestellte Fragen zu den Karlsruher Schlosslichtspielen (FAQ)
13. bis 16. August 21:15 Uhr
17. bis 23. August 21:00 Uhr
24. bis 30. August 20:45 Uhr
31. August bis 6. September 20:30 Uhr
7. bis 13. September 20:15 Uhr
Wo? Karlsruher Schloss und verschiedene Orte in der Innenstadt
Motto: „Lightyard Stories: Visionen urbaner Lebensräume“
Schwerpunkte: Medienkunst, Projection Mapping, Architektur und Stadtentwicklung
Besonderheit: Neue Shows und Installationen zum 200. Todesjahr Friedrich Weinbrenners
Zusätzlich: Kostenfreie Ausstellung „Media art is here“ vom 13. August bis 13. September
Seit dem Stadtgeburtstag 2015 haben die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe bereits knapp drei Millionen Menschen erreicht. Auch 2026 verbinden sie Lichtkunst, digitale Medien, Architektur und Karlsruher Stadtgeschichte zu einem groß angelegten Kulturereignis.
Wer mit der Bahn anreist, kann am Karlsruher Hauptbahnhof auf den Stadtverkehr umsteigen und bis in die Innenstadt weiterfahren. Für die konkrete Verbindung empfiehlt sich die aktuelle KVV-Fahrplanauskunft, da sich Fahrpläne und Linienführungen ändern können.
Tipp: Gerade für die abendlichen Shows lohnt sich die Anreise mit Bus und Bahn. So lässt sich der Besuch der SCHLOSSLICHTSPIELE ohne Parkplatzsuche und unabhängig von der Rückfahrt mit dem Auto planen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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