Krokodile erobern Platz auf dem Treppchen
KSK ist nach Erfolgen gegen Saarbrücken und Trier sicher Dritter

Impressionen vom Spiel Kaiserslauterer SK gegen SV 08 Saarbrücken (9. Juli 2022) | Foto: Dennis Wunder
  • Impressionen vom Spiel Kaiserslauterer SK gegen SV 08 Saarbrücken (9. Juli 2022)
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Mit zwei Siegen haben sich die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs zwei Spieltage vor dem Saisonende den dritten Platz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gesichert. Dem ungefährdeten 16:7 (5:1/3:2/6:1/2:3) am Samstag gegen den SV 08 Saarbrücken ließen die Krokodile am Sonntag einen 19:3 (6:0/3:2/6:0/4:1) Kantersieg beim SSV Trier folgen und sind somit nicht mehr aus den Medaillenrängen zu verdrängen. Ein weiterer Schritt nach oben ist zwar theoretisch noch möglich, allerdings äußerst unwahrscheinlich.

Nachdem am Freitagabend der SV Friedrichsthal den SSV Trier mit 23:12 besiegt hatte, stand schon vor den beiden Lauterer Begegnungen des Wochenendes fest, dass man sich mit zwei Erfolgen vorzeitig aus eigener Kraft die Bronzemedaille sichern würde. Dass man den ersten Schritt dazu am Samstag wohl definitiv macht, war dann bereits beim Blick auf die Saarbrücker Mannschaftsaufstellung relativ klar: Die Saarländer waren nur mit zehn Akteuren angereist (darunter zwei Damen und zwei Jugendliche) und mussten ebenso wie der KSK auf ihren erfolgreichsten Werfer verzichten. Die Lauterer konnten hingegen trotz des Fehlens von José Alberto Morales Torres, Stefan Raspudic und Jens Feddeck alle dreizehn Kaderplätze besetzen, wobei im Aufgebot gleich fünf U18-Spieler standen. Als auffälligste Akteure in den folgenden 32 Spielminuten sollten sich die beiden US-Amerikanischen Neuzugänge auf Seiten der Gastgeber herauskristallisieren: Mit dem erst 15-jährigen Dylan Holder rückte erstmals der Nachwuchstorhüter der Krokodile, der bislang sein Talent nur im Training zeigen durfte, in einem offiziellen Spiel zwischen die Pfosten. Er machte seine Sache ausgesprochen gut, sorgte mit einigen starken Paraden für überraschte Blicke auf beiden Seiten und holte sich von den zahlreichen Zuschauern mehrfach verdienten Szenenapplaus ab. Im Feld zeigte sein Landsmann Josh Yardley, der für ein Praktikum im Rahmen seines Studiums in der Barbarossastadt weilt, sein Können und avancierte mit fünf Treffern zum erfolgreichsten Schützen der Krokodile. Erwähnenswert war aber auch die Leistung der Jugendspieler des KSK: Mattis Starck eröffnete nach nur 18 Sekunden den Torreigen und sorgte mit dem 16:7 in der Schlussminute auch für das Endresultat. Lukas Allmann gelang kurz davor zum 15:7 ebenso sein erster Treffer für die Lauterer Herren, wie Leon Birich, der von der Strafwurflinie cool blieb und das zwischenzeitliche 13:4 erzielte. Last but not least zeigte Johann Lehmann ebenfalls eine ansprechende Leistung, auch wenn ihm ein Torerfolg noch verwehrt blieb. Spielerisch gesehen war die absolut faire Partie sicherlich kein Leckerbissen und von Spannung konnte schon nach vier Minuten keine Rede mehr sein, da die Krokodile zu diesem Zeitpunkt bereits mit 5:0 führten. Weil man dann aber verstärkt den Nachwuchs ins Wasser schickte und die Saarländer sich zu keiner Zeit aufgaben, entwickelte sich immerhin ein munteres Spielchen mit vielen Chancen hüben wie drüben. Am Ende gab es in beiden Teams fröhliche Gesichter. Bei den Lauterern, weil man dem dritten Platz entscheidend nähergekommen war und bei den Gästen, weil man ordentlich dagegengehalten hatte und trotz der Rumpftruppe ein achtbares Ergebnis mit nachhause nahm.

In nicht ganz so glückliche Gesichter schauten die Krokodile dann knapp 24 Stunden später, als sie nach der Partie in Trier mit dem Gegner abklatschten. Nachdem die Moselstädter zwei Tage zuvor in Friedrichsthal nur mit der Mindestzahl von sieben Spielern angetreten waren und dementsprechend beim 12:23 eine ziemliche Klatsche hinnehmen mussten, konnten sie gegen den KSK immerhin zehn Akteure aufbieten und hatten sich sicherlich etwas mehr ausgerechnet, als das, was nach den viermal acht Minuten von der Anzeigetafel prangerte. Den fast in Bestbesetzung angereisten Lauterern hatten sie aber nur unwesentlich länger als ein halbes Viertel etwas entgegenzusetzen. Obwohl der KSK zu diesem Zeitpunkt schon viel höher hätte führen können, lag man nach fünfeinhalb Minuten „nur“ mit 2:0 vorne und hatte bei mehreren Aluminiumtreffern des SSV auch etwas Glück, dass man die Null noch hielt. In den verbleibenden 150 Sekunden des Startabschnitts brachen dann aber in der Verteidigung der Gastgeber alle Dämme, was die Gäste gnadenlos ausnutzen und mit einem 6:0 in die erste Pause gingen.

Im zweiten Viertel schien es, als wenn sich Trier nochmal einiges vorgenommen hätte – zumindest stand die Abwehr nun wieder sicherer und ließ bis zur Halbzeit nur drei weitere Gegentreffer zu. Da die Hintermannschaft der Krokodile an diesem Tag allerdings optimal eingestellt war, eine gut funktionierende Zonendeckung praktizierte und allenfalls in Unterzahl in Gefahr geriet, verpufften die Bemühungen der Gastgeber weitestgehend, sodass beim Stand von 9:2 für den KSK die Seiten gewechselt wurden.

Spätestens als die Gäste in der zwanzigsten Spielminute auf 12:2 davongezogen waren, machte sich bei Trier Resignation breit. Der Ex-Lauterer Johannes Bröhl, der mangels personeller Alternativen die rote Torwartkappe schnüren musste, konnte einem schon fast leidtun, da die Krokodile ihren Torhunger noch lange nicht gestillt hatten und auch mit dem „zweiten Anzug“ weiter munter nach vorne spielten und - oft mangels Gegenwehr - fast nach Belieben trafen. Das 19:3, bei dem sich Spielertrainer Dirk Feddeck mit vier Toren, gefolgt von Jan-Philipp-Minges, Stefan Raspudic und Lukas Strack (je 3), am treffsichersten zeigte und bei dem Jonas Wildner sein Premierentor für den KSK bejubeln durfte, hatte am Ende sogar noch ein bisschen was Historisches: Nicht nur dass es den höchsten Saisonsieg für den KSK darstellte, viel mehr war es noch vor dem 21:6 aus dem Jahre 2014 der klarste Erfolg einer Lauterer Mannschaft gegen Trier überhaupt und die deutlichste Liga-Niederlage des SSV seit dem 26:9 gegen den WSV Ludwigshafen II in der Saison 2012/2013.

Mit nunmehr 14:6 Punkten bei noch zwei ausstehenden Spielen rangieren die Krokodile weiterhin auf Platz drei und können weder vom SSV Trier (10:12 Zähler – noch ein Spiel offen) noch vom SC Neustadt II (9:11 – zwei Partien ausstehend) eingeholt werden. An der Tabellenspitze hat der WSV Ludwigshafen II mit 21:3 Zählern die Saison bereits beendet – der SV Friedrichsthal (18:2) hat von den Minuspunkten her gesehen allerdings die Nase vorne und würde bereits mit einem Sieg und einem Unentschieden die Titelverteidigung klar machen. Rein rechnerisch könnten die Krokodile aber natürlich auch noch mit den Saarländern die Plätze tauschen – dazu muss jedoch für den KSK alles mega-optimal laufen: Zunächst müsste man Friedrichsthal am 16. Juli im Warmfreibad besiegen - und zwar wegen des mit 8:12 verlorenen Hinspiels mit mindestens fünf Toren Unterschied. Danach wäre man auf die Schützenhilfe von Neustadt II angewiesen, die dem SVF am 18. Juli beide Punkte abnehmen müssten. Und letztendlich stünde man zum Saisonabschluss am 20. Juli unter Zugzwang, das Rückspiel gegen Trier abermals für sich entscheiden zu müssen. Wieder einmal also viele Konjunktive – objektiv betrachtet dürfte schon der erste Punkt (trotz der überzeugenden Leistungen am Wochenende) zumindest äußerst schwierig zu bewerkstelligen und der zweite Punkt fast unmöglich realisierbar sein. Mit der Euphorie, die Bronzemedaille sicher im Gepäck zu haben, darf man aber ruhig auch mal ein wenig träumen… (sts)

So spielten sie:
Gegen Saarbücken:
Dylan Holder (im Tor), Ulf Feddeck, Leon Birich (1 Treffer), Josh Yardley (5), Johann Lehmann, Lukas Allmann (1), Mattis Starck (2), Lukas Starck, Stefan Stranz, Jan-Philipp Minges (1), Jacob Schirra (3), Jonas Wildner, Dirk Feddeck (3)
Gegen Trier: Frank Dick (im Tor), Ulf Feddeck (2 Treffer), Josh Yardley (2), Stefan Raspudic (3), Jacob Schirra (1), Jonas Wildner (1), Mattis Starck, Lukas Starck (3), Stefan Stranz, Jan-Philipp Minges (3), Lukas Allmann, Niklas Birich, Dirk Feddeck (4)

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Autor:

Stefan Stranz aus Kaiserslautern

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