Erste Niederlage für den FCK: Magdeburg schlägt Rote Teufel verdient
- Frust pur: In Magdeburg verliert der 1. FC Kaiserslautern zum ersten Mal in dieser Saison.
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FCK. Für Fans in Kaiserslautern bringt das 0:3 beim 1. FC Magdeburg die erste klare Zäsur der Saison: Der FCK verliert erstmals in dieser Spielzeit der 2. Fußball-Bundesliga und geht mit viel Analysebedarf in die nächste Trainingswoche.
Trainer Torsten Lieberknecht hatte seine Startelf im Vergleich zum 3:0 gegen den SV Darmstadt 98 auf drei Positionen verändert. Die Idee griff aber nicht. Nach frühen Gegentoren durch Emmanuel Iyoha in der 12. Minute und Alexander Nollenberger in der 17. Minute lag Kaiserslautern schnell deutlich zurück.
Alex Murphy, der für Mika Haas auf der linken Schiene begann, war am ersten Gegentor beteiligt. Simon Asta ersetzte Paul Joly auf der rechten Seite und kam beim zweiten Treffer nicht schnell genug in die entscheidende Aktion.
Lieberknecht sieht die Wechsel nicht als Ursache
„Dass wir verloren haben, lag nicht an den Wechseln in der Startelf“, sagte Lieberknecht nach der Partie. Entscheidend seien aus seiner Sicht andere Punkte gewesen. „Zum Beispiel waren wir im Zentrum nicht scharf genug auf die zweiten Bälle. Trotzdem habe ich eine Mannschaft gesehen, die gewillt war. Aber es hat heute einfach nicht so funktioniert wie in den Spielen zuvor.“
Auch Geschäftsführer Thomas Hengen sprach die Schwächen deutlich an. Beim ersten und zweiten Gegentor sei der FCK jeweils in Überzahl gewesen. Trotzdem habe die Mannschaft nicht aufmerksam genug verteidigt und die entscheidenden Zweikämpfe nicht konsequent genug geführt. Magdeburg habe in der ersten Halbzeit gezeigt, „wie man zu Hause auftreten muss: aggressiv und mit einer brutalen Konsequenz in den Zweikämpfen“.
Iyoha entscheidet das Spiel nach der Pause
Lieberknecht reagierte zur zweiten Halbzeit mit Wechseln. Der erhoffte Effekt blieb aus. In der 53. Minute traf Iyoha erneut und erhöhte auf 3:0. Damit war die Partie praktisch entschieden.
Dass mehrere Statistiken ausgeglichen waren oder sogar für Kaiserslautern sprachen, wollte der Trainer nicht zu hoch bewerten. Es habe nicht an der Einstellung gelegen, sagte Lieberknecht. Zugleich zeigten Laufdaten und Zweikampfwerte nicht immer, welche Wege unnötig seien und welche Duelle wirklich spielentscheidend waren.
Kapitän Marlon Ritter formulierte es noch klarer: „Ich bin nicht so ein Freund davon, dass man sagt, wenn du mehr läufst, gewinnst du, oder wenn du mehr Torschüsse hast, gewinnst du. Es gewinnt der, der mehr Tore macht. Da sieht man, dass Statistiken am Ende scheißegal sind.“
Braunschweig kommt am Samstag auf den Betzenberg
Für den FCK bleibt vor dem letzten Spiel vor der Länderspielpause eine intensive Analysewoche. Am Samstag, 19. September, gastiert Eintracht Braunschweig im Fritz-Walter-Stadion. Anstoß ist um 13 Uhr, die Partie wird bei Sky übertragen. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |