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Aufsichtsräte treten zurück, Opposition um Markus Merk formiert sich und Martin Baders Vertrag wird nicht verlängert

Dr. Markus Merk
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FCK. Nach dem desaströsen Auftritt der Roten Teufel in München steht der FCK auf einem Abstiegsplatz der Dritten Liga. Es folgte ein ereignisreicher Sonntag mit gleich vier Meldungen rund um FCK-Funktionäre.

von Jens Vollmer

Drei Wochen vor der konfliktgeladenen Jahreshauptversammlung gab Aufsichtsratsmitglied Jürgen Kind auf seinem Facebookprofil bekannt, dass er mit sofortiger Wirkung sämtliche Ämter beim 1. FC Kaiserslautern niederlegt: „Ich kann die Entscheidung, unseren Geschäftsführer Sport, Martin Bader, nicht umgehend zu beurlauben, nicht mittragen. Außerdem macht es für mich nach diversen Vorfällen aus den letzten zwölf Monaten absolut keinen Sinn mehr, mit einem Patrick Banf weiterhin zusammenzuarbeiten.“
Am Sonntagabend folgte der Rücktritt des Aufsichtsratsmitgliedes Paul Wüst: „Die Beschimpfungen, Denunziationen und Rücktrittsforderungen, denen ich ausgesetzt bin, kann ich aus gesundheitlichen Gründen einfach nicht mehr weiter ertragen. Daher muss ich die Konsequenzen ziehen, um mich und auch meine Familie zu schützen.“
Mit Fritz Fuchs und Wolfgang Rotberg gibt es noch zwei mögliche Nachrücker für den Aufsichtsrat. Der ehemalige FCK-Spieler und Trainer Fritz Fuchs hat mittlerweile seine Bereitschaft, in das Gremium aufzurücken, signalisiert.
Zuvor hatte laut FCK-Pressemeldung der Beirat der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH in einer gemeinsamen Telefonkonferenz die einheitliche Meinung vertreten, den zum Jahresende auslaufenden Vertrag mit dem in die Kritik geratenen sportlichen Geschäftsführer Martin Bader nicht zu verlängern.
Zahlreiche Vereinsmitglieder und Fans würden die sofortige Entlassung bevorzugen.
Verstörend ist das mittlerweile bestätigte Detail, dass Investor Flavio Becca an besagter Telefonkonferenz ebenfalls teilnahm. Bisher hat Becca noch keinerlei Investition getätigt, sondern lediglich eine verzinste Bürgschaft über drei Millionen zur Verfügung gestellt, damit der FCK nicht in die Insolvenz rutscht.
Eine Oppositionsgruppe um Schiedsrichter Dr. Markus Merk meldete sich per Pressemeldung ebenfalls am Sonntag zu Wort: „Aufgrund der aktuell angespannten Situation im 1. FC Kaiserslautern stellt sich ein Team um den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des 1. FC Kaiserslautern Rainer Keßler, dem Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk, dem Deutschen Meister und Nationalspieler des FCK Martin Wagner und dem ehemaligen langjährigen Vorstand des SC Freiburg Martin Weimer als Alternative zur Verfügung, sollten die Mitglieder des 1. FC Kaiserslautern in der Jahreshauptversammlung am 20. Oktober dem amtierenden Aufsichtsrat das Vertrauen entziehen.
In den vergangenen Jahren konnte der sportliche Absturz nicht verhindert werden. Dadurch hat sich auch die wirtschaftliche Situation existenzgefährdend verschärft. Das mit der Ausgliederung versprochene ’Lautrer Modell’ - einer breit gestreuten Beteiligung von Investoren - ist über einen Ansatz nicht hinausgekommen.
Die teilweise öffentlich ausgetragenen Machtkämpfe im Aufsichtsrat bei der Investorensuche haben dem Ansehen des Vereins massiv geschadet und bei vielen Mitgliedern, Fans und Geschäftspartnern Vertrauen zerstört.
Unserer Meinung nach hat der 1. FC Kaiserslautern in dieser angespannten Lage nur eine Chance, wenn es gelingt alle verfügbaren Kräfte auf einen gemeinsamen Nenner zu vereinen. Die Herausforderungen sind so groß, dass ein Lagerdenken oder persönliche Interessen unangebracht sind.
Das ausgewogene Team verbindet ’Lautrer Herzblut’ und langjährige Erfahrung im Profifußballgeschäft. Wir sind bereit ehrenamtlich unsere Zeit, Kontakte und Netzwerke zur Gestaltung einer positiven Zukunft einzubringen, sofern wir hierfür für die Mitglieder eine Alternative sind.“
Die Jahreshauptversammlung am Sonntag, 20. Oktober, verspricht dementsprechend jede Menge Zündstoff. Der FCK steht vor einer weiteren Zerreißprobe und vor dem x-ten Neuanfang. Eine Nichtentlastung des aktuellen Aufsichtsrates könnte auch für weitere Personen, wie Investor Becca oder Finanzchef Michael Klatt, entscheidend sein. jv

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Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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