Aufbaugegner FCK mit katastrophalem Auftritt in Braunschweig

An den Fans lag es gewiss nicht, dass der FCK in Braunschweig Schiffbruch erlitten hat | Foto: Frieder Mathis
  • An den Fans lag es gewiss nicht, dass der FCK in Braunschweig Schiffbruch erlitten hat
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FCK. Wie sehr sich die Spiele des 1. FC Kaiserslautern bei der Braunschweiger Eintracht doch gleichen. "Same procedure as every year", möchte man sagen. Die Roten Teufel verlieren hochverdient mit 2:0 bei den abstiegsbedrohten Niedersachsen und gehen wie schon in den letzten Jahren dort leer aus und verpassen die Chance, endgültig in die Spitzengruppe der 2. Liga aufzurücken.

Bereits nach zwei, drei Minuten kam das ungute Gefühl auf, dass hier für die Pfälzer wieder einmal nichts zu holen sein wird. Die Leistung des FCK vor der Pause war ein regelrechter Offenbarungseid. Von Beginn kaufte die Eintracht den Lautrern den Schneid ab. Die abstiegsbedrohten Gastgeber von Beginn an mit Biss und Leidenschaft, während die Roten Teufel komplett neben sich standen und überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel fanden. Lustlos, pomadig, indiskutabel und obendrein mit zwei frühen Gelben Karten für Jan Elvedi und Semih Sahin auch noch maximal unclever.

Vor und nach der Pause ein Offenbarungseid

Die Pfälzer hatten großes Glück, dass die Braunschweiger vor der Pause nur mit 1:0 durch Marie (34.) und nicht schon mit zwei, drei Treffern Vorsprung führten. Nach vorne agierten die Gäste absolut ideenlos und harmlos. Klar, die Szene mit dem Foul am enteilten Nataan Skyttä hätte einen Platzverweis zur Folge haben und dem Spiel eine Wendung geben können. Aber der Schiedsrichter sah es anders und der VAR griff auch nicht ein.

Wer dachte, dass die Roten Teufel nach der Pause endlich ein Feuerwerk abbrennen würden, sah sich derbe getäuscht. Einzig die Fans sorgten mit reichlich Pyro für ein womöglich teures Feuerwerk auf den Rängen. Der Offenbarungseid des FCK setzte sich nach der Pause nahtlos fort. Das 2:0 durch Yardimci in der 49. Minute war im Grunde schon die frühe Vorentscheidung.

Die Bemühungen des Teams von Trainer Torsten Lieberknecht, das Spiel doch noch herumzureißen, waren mit frischem Personal allerdings überschaubar und wenig zwingend. Es war einfach ein kollektiver 90-minütiger Blackout bei einem Gegner, den man eigentlich schlagen muss, wenn man dem Anspruch gerecht werden will, ein Spitzenteam der 2. Liga zu sein. Vor allem auswärts haben die Pfälzer nun zum wiederholten Male bewiesen, dass es für ganz oben einfach (noch) nicht reicht. Solche Auftritte können zwar passieren, aber eben nicht in dieser Häufigkeit.

Hertha im DFB-Pokal, Dynamo in der Liga

Im DFB-Pokal geht es am Dienstag, 2. Dezember, 18 Uhr, nach Berlin. Geht der FCK auch bei der wieder erstarkten Hertha derart uninspiriert und leidenschaftslos in die Partie, ist das Aus im Achtelfinale vorprogrammiert. Dort bedarf es einer Leistung am absoluten Limit, wenn man überhaupt eine Chance haben will, ins Viertelfinale einzuziehen.

Zum Abschluss der Englischen Woche wartet am Samstag, 6. Dezember, 13 Uhr, das Heimspiel gegen Dynamo Dresden auf die Roten Teufel. Ein weiteres undankbares Spiel gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller. rav

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Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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