Beratungen jetzt in ganz RLP
Angebot für Familien in Landwirtschaft & Weinbau
- Alle Infos auf einen Blick - im Flyer, der auf der Landing-Page der Evangelischen Arbeitstelle Bildung und Gesellschaft zu finden ist.
- Foto: Evangelische Arbeitstelle Bildung und Gesellschaft
- hochgeladen von Nadja Donauer
Unterstützung für Familien in Landwirtschaft und Weinbau jetzt in ganz Rheinland-Pfalz – kostenfreies Beratungsangebot
Kaiserslautern. Wirtschaftlicher Druck, Zukunftsfragen, Konflikte in der Familie oder die anstehende Hofübergabe: Ob auf dem Acker, im Weinberg, im Stall oder im Obst- und Gemüsebau – die Herausforderungen für landwirtschaftliche Betriebe sind vielfältig. Besonders betroffen sind die Familien hinter den Betrieben, denn wirtschaftliche und betriebliche Entscheidungen greifen hier unmittelbar in das persönliche und familiäre Leben ein. Die Landwirtschaftliche Familienberatung der Kirchen in der Pfalz (LFBK) hat deshalb in diesem Jahr ihr Beratungsangebot ausgeweitet. Künftig können Familien aus Landwirtschaft und Weinbau in ganz Rheinland-Pfalz Unterstützung in Anspruch nehmen.
In der Pfalz beraten hauptamtliche Berater in Kaiserslautern und Speyer, direkt auf den Betrieben sowie telefonisch oder online. In Rheinhessen und im übrigen Rheinland-Pfalz ergänzen ehrenamtliche, entsprechend qualifizierte Beraterinnen und Berater das Angebot vor Ort.
Beratung, bevor aus Belastungen Krisen werden
Die Themen, mit denen sich Familien an die Beratungsstelle wenden können, sind vielfältig. Dazu gehören Konflikte in Familie und Betrieb, Hofübergabe oder Betriebsaufgabe, Generationen- und Beziehungskonflikte ebenso wie Überlastung, Zukunftsängste und schwierige Entscheidungen. Die LFBK bietet ausdrücklich auch proaktive Beratung an: Sie soll Familien dabei unterstützen, Veränderungs- und Entscheidungsprozesse zu gestalten, bevor daraus größere Konflikte entstehen.
„Wir erleben in unserer Beratungsarbeit, dass der Druck auf landwirtschaftliche und Weinbaubetriebe wächst – etwa durch Preisentwicklungen und gleichzeitig steigende bürokratische Anforderungen“, sagt Pfarrer Sascha Müller von der Landwirtschaftlichen Familienberatung. „Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig Unterstützung zu holen. Wer Beratung in Anspruch nimmt, solange noch eigene Handlungsspielräume bestehen, kann Entscheidungen aktiv mitgestalten und die Zukunft des Betriebs und der Familie selbst in die Hand nehmen.“
Gerade darin sieht die Beratungsstelle einen wichtigen Teil ihrer Arbeit: Nicht erst dann da zu sein, wenn eine Situation kaum noch auszuhalten ist, sondern Familien bereits bei anstehenden Veränderungen zu begleiten. Denn je früher Beratung genutzt wird, desto größer sind die Gestaltungs- und Handlungsmöglichkeiten.
Familie und Betrieb gemeinsam in den Blick nehmen
Landwirtschaftliche Familienbetriebe und Winzerbetriebe unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt von vielen anderen Arbeitsplätzen: Familie, Arbeit und wirtschaftliche Existenz sind eng miteinander verbunden. Entscheidungen über den Betrieb können deshalb unmittelbar Auswirkungen auf Partnerschaft, Familie und die nächste Generation haben – und umgekehrt.
Die LFBK arbeitet auf Grundlage eines systemischen Beratungsansatzes und bezieht möglichst alle Menschen und Faktoren ein, die die jeweilige Situation beeinflussen. Ziel ist es, gemeinsam konkrete und tragfähige Lösungen zu entwickeln und Entlastung zu schaffen. Die Beraterinnen und Berater verfügen über entsprechende Aus- und Fortbildungen sowie mehrjährige Beratungserfahrung.
Die Beratung ist kostenfrei und vertraulich. Die Beraterinnen und Berater unterliegen der Schweigepflicht. Weitere Fachleute aus dem Netzwerk werden - selbstverständlich nur auf ausdrücklichen Wunsch der Ratsuchenden - einbezogen.
„So unterschiedlich die Menschen und ihre Betriebe sind, so unterschiedlich verlaufen auch unsere Beratungen“, erklärt Diakon Andreas Welte. „Manchmal lässt sich eine Situation, die zunächst sehr verfahren oder kaum lösbar erscheint, schon in einem ersten Gespräch sortieren und es zeigen sich neue Handlungsmöglichkeiten. In anderen Fällen begleiten wir Familien über mehrere Termine hinweg. Und wenn spezielles Fachwissen gefragt ist, vermitteln wir auf Wunsch an Expertinnen und Experten aus unserem Netzwerk weiter. Entscheidend ist: Wir schauen gemeinsam, was die Menschen in ihrer konkreten Situation brauchen.“
Träger der Landwirtschaftlichen Familienberatung sind die Evangelische Kirche der Pfalz, das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Finanziell unterstützt wird die LFBK durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima. Kooperationspartner sind der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd und die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.
Kontakt und Beratung:
E-Mail: info@lfbk.de
Internet: www.lfbk.de
Beratung in Rheinhessen: 0561 9378-1590
Beratung im übrigen Rheinland-Pfalz: 0631 3642-203
Link zur Landing-Page bei der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Beratung.
Autor:Nadja Donauer aus Kaiserslautern |
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