Über 20 Meter voller Ideen: So soll Kaiserslautern lebenswerter werden
- Eine über 20 Meter lange Filmrolle voller Ideen für die Zukunft Kaiserslauterns übergab die Künstlerwerkgemeinschaft an Oberbürgermeisterin Beate Kimmel. Das Foto zeigt Volker Tinti (von links), Reiner Mährlein, Oberbürgermeisterin Beate Kimmel, Michael Fetzer und Silvia Rudolf
- Foto: Stadt KL/gratis
- hochgeladen von Monika Klein
Kaiserslautern. Mehr Grünflächen, schattige Plätze, die Lauter zurück in die Innenstadt und mehr Orte zum Begegnen: Hunderte Wünsche zur Zukunft Kaiserslauterns haben Bürgerinnen und Bürger auf einer über 20 Meter langen Filmrolle festgehalten. Jetzt wurde das außergewöhnliche Gemeinschaftswerk an Oberbürgermeisterin Beate Kimmel übergeben.
Beim Eröffnungswochenende des Kultursommers zum 750-jährigen Stadtjubiläum Anfang Mai konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen auf einer überdimensionalen Filmrolle festhalten. Dieses Gemeinschaftswerk übergab die Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern Mitte der Woche an Oberbürgermeisterin Beate Kimmel.
Diese Wünsche haben die Lautrer für ihre Stadt
Viele der Anregungen greifen Themen auf, die die Stadt bereits im Rahmen verschiedener Beteiligungsverfahren gesammelt hat. So wünschen sich viele Menschen mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, mit zusätzlichen Grünflächen, mehr Bäumen, Wasserflächen und Orten, an denen man sich gerne aufhält. Auch Spiel- und Bewegungsangebote für unterschiedliche Generationen sowie konsumfreie Begegnungsorte wurden vielfach genannt.
Über 20 Meter Ideen zeigen deutlich, welche Themen den Menschen in Kaiserslautern besonders am Herzen liegen. Gleichzeitig machen sie deutlich, wie groß das Interesse ist, die Entwicklung der Stadt aktiv mitzugestalten.
„Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Wünsche und Ideen mit uns geteilt haben“, sagte Oberbürgermeisterin Beate Kimmel. „Genau dieses Mitdenken brauchen wir, und ich freue mich über jede und jeden, der sich die Zeit nimmt, mit uns ins Gespräch zu kommen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Künstlerwerkgemeinschaft, die mit dieser besonderen Aktion einen unkomplizierten und kreativen Dialog ermöglicht hat.“
Themen sind Bestandteil der Stadtentwicklung
Die Oberbürgermeisterin verwies darauf, dass viele der genannten Themen bereits Bestandteil der strategischen Stadtentwicklung seien. So würden derzeit unter anderem Möglichkeiten geprüft, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter zu verbessern, weitere Beiträge zur Klimaanpassung zu leisten, öffentliche Räume neu zu gestalten und vor allem auch: die Lauter wieder sichtbar zu machen.
Gleichzeitig machte Kimmel deutlich, dass Stadtentwicklung immer unterschiedliche Interessen zusammenführen müsse. „Nicht jeder Wunsch lässt sich eins zu eins umsetzen. Es gilt, viele Nutzungsansprüche sorgfältig abzuwägen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden. Umso wichtiger ist der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.“
Filmrolle soll Impulse für die Stadtentwicklung liefern
Die Hinweise aus der Filmrolle werden nun ausgewertet und mit den bereits vorliegenden Ergebnissen früherer Beteiligungsformate abgeglichen. Ziel ist es, neue Impulse für die weitere Entwicklung der Stadt zu gewinnen und bestehende Planungen sinnvoll zu ergänzen.
Die Aktion „Wünsche an die Stadt“ war Teil des Programms zum 750-jährigen Stadtjubiläum und wurde von der Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern initiiert. red
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.