Spieleabend Trippstadt wächst: „Stadt-Land-Spielt!“ kommt jetzt auch
- Aus einem kleinen Spieleabend in der Bibliothek ist in Trippstadt ein regelmäßiger Treffpunkt für Brettspielfans geworden
- Foto: Patrick Balke/gratis
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Trippstadt. Sieben Menschen kamen zum ersten Spieleabend in Trippstadt, inzwischen sind es bis zu 18. Bei 30 Treffen wurden bereits 103 verschiedene Brett-, Karten- und Würfelspiele ausprobiert. Nun wartet auf die Organisatoren das bislang größte Ereignis: „Stadt-Land-Spielt!“ kommt erstmals nach Trippstadt.
Von Monika Klein
Die Geschichte des Spieleabends beginnt Ende 2024. Patrick Koppenhöfer und seine beiden Kinder besuchen regelmäßig die Trippstadter Bibliothek, um Lesestoff auszuleihen. Bei einem dieser Besuche fällt dem Familienvater ein Spielenachmittag unter dem Motto "Gemeinsam spielen" auf, den das Büchereiteam während der regulären Öffnungszeiten anbietet.
Als langjähriger Brettspieler ist Koppenhöfer davon angetan. Im Gespräch mit Gudrun Roth, Leiterin der Bibliothek, und ihrer ehrenamtlichen Helferin Doris Geib wird gemeinsam beschlossen, an jedem ersten Freitag des Monats einen offenen Spieleabend ins Leben zu rufen, an dem auch Berufstätige teilnehmen können.
- Die Initiatoren Patrick Koppenhöfer (von links), Gudrun Roth und Doris Geib haben den Spieleabend in Trippstadt ins Leben gerufen und zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt
- Foto: Patrick Balke/gratis
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Der erste Termin findet am 8. November 2024 statt. Sieben Besucher kommen zum Auftakt in den Ratssaal des Rathauses in der Steiggasse 12. Schon beim zweiten Spieleabend sind es zwölf Teilnehmer im Alter zwischen 24 und 85 Jahren. Damit ist für das Bibliothekteam und für Koppenhöfer früh erkennbar: Das Interesse an einem solchen Spieleabend ist da.
"Um etwas regionale Reichweite zu bekommen, habe ich im Dezember 2024 Social-Media-Accounts auf Instagram und Facebook erstellt", erzählt Koppenhöfer. Mit diesem Projekt will er unter anderem vermitteln, dass es neben Klassikern wie "Uno", "Monopoly" oder "Mensch ärgere dich nicht" auch moderne Alternativen gibt.
Warum Brettspiele mehr können als unterhalten
Seine Begeisterung für Brettspiele entwickelte der 40-Jährige vor rund 13 Jahren, als ihm "Die Legenden von Andor" geschenkt wurde. Bei diesem Strategiespiel wird nicht gegen-, sondern miteinander gespielt, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Überhaupt gefallen ihm der Abwechslungsreichtum der verschiedenen Spielwelten, das Um-die-Ecke-Denken oder das Finden neuer Wege, um erfolgreich zu sein.
Auch das Auftauchen von digitalen in analoge Welten mit einem lebendigen Gegenüber sieht er als großen Pluspunkt. Die reale Begegnung, Mimik, Gestik und unmittelbare Reaktionen des Gegenübers gehören für ihn ebenso dazu wie die Haptik der Spielfiguren, soziale Kontakte und der Umgang mit Niederlagen.
Im Laufe des Jahres 2025 sei nicht nur die Nachfrage nach einem zweiten Spieleabend im Monat gestiegen, sondern auch die Anzahl der Teilnehmer, erzählt Koppenhöfer. Bis zu 18 Spieler seien an einem Abend gekommen. Eine Besonderheit des Projekts ist, dass die Mitspieler ihre eigenen Spiele mitbringen und sie der Gruppe zur Verfügung stellen.
Jetzt kommt „Stadt-Land-Spielt!“ nach Trippstadt
Ein nächster Schritt erfolgte im September 2025, nachdem die Organisatoren die Aktion „Stadt-Land-Spielt!“ in Queidersbach kennenlernten. Schnell entstand bei ihnen der Wunsch, das Konzept auch nach Trippstadt zu holen. Für das Jahr 2026 meldet sich der Spieleabend deshalb selbst als Veranstaltungsort an.
Nun ist es am Sonntag, 20. September, so weit. Von 12 bis 18 Uhr kann jeder, der mag, ins Bürgerhaus von Trippstadt, Steiggasse 10, zum Spielen kommen. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Ein Sonntag für alle, die gerne spielen
"Wir hoffen auf reichlich Publikum und eine gute Resonanz, damit wir dieses Event auch in Zukunft wiederholen können", schauen die Initiatoren voller Spannung und Vorfreude diesem Event entgegen.
Nach fast zwei Jahren kann sich das Ergebnis sehen lassen: 103 verschiedene Spiele sind bei den bislang 30 Treffen bereits auf den Tisch gekommen, darunter leichte Spiele für Einsteiger als auch anspruchsvollere Titel. Für die Zukunft wünscht sich Koppenhöfer, dass er noch mehr Leute aus dem Ort und der Umgebung fürs analoge Spielen begeistern kann. "Ich möchte zeigen, dass es statt Handy-Spielen noch ganz viele andere Möglichkeiten gibt."
Was hinter „Stadt-Land-Spielt!“ steckt
„Stadt-Land-Spielt!“ ist ein Non-Profit-Projekt, das seit 2013 Menschen am Spieltisch zusammenbringt. An zahlreichen Veranstaltungsorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Dänemark und Polen können Besucher kostenlos Brett-, Karten- und Würfelspiele ausprobieren. Ziel ist es, das Gesellschaftsspiel als Kulturgut zu fördern und Menschen verschiedener Generationen und Hintergründe miteinander zu verbinden. Mehr Infos zu dem Projekt gibt es online unter https://stadt-land-spielt.de/.
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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