Barbarossa wird zum Gästeführer
Projekt der Tourist Information gewinnt Sonderpreis Digitalisierung

Barbarossa ist in Kaiserslautern bis heute allgegenwärtig. In Zukunft wird er in virtueller Form Touristen durch die Stadt führen Foto: Stadtmuseum Kaiserslautern
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Kaiserslautern. Die Stadt Kaiserslautern hat beim Profilierungswettbewerb Kultur | Regionalität | Tourismus des Landes Rheinland-Pfalz den Sonderpreis Digitalisierung gewonnen. Das von der Tourist Information eingereichte Projekt heißt „Herzlich digital auf Barbarossas Spuren“ – ein Smartphone-gestützter interaktiver Rundgang durchs historische Kaiserslautern. Für die Umsetzung erhält die Stadt nun 135.000 Euro. Das Projekt ist Teil der „herzlich digitalen“ Digitalisierungsstrategie der Stadt und wird von der KL.digital GmbH begleitet.

„Die Digitalisierung bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Geschichte zu neuem Leben zu erwecken, Geschichten zu erzählen und erlebbar zu machen“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Weichel. „Unser Wettbewerbsbeitrag vereint daher die beiden Alleinstellungsmerkmale Kaiserslauterns – die Vergangenheit mit dem Thema Barbarossa sowie die Zukunft mit dem Thema Digitalisierung. Ich freue mich sehr, dass dieses Konzept so gut angenommen wurde. Der Preis ist eine weitere Auszeichnung unserer Digitalisierungsstrategie!“ Die Digitalisierung eröffne, so das Stadtoberhaupt weiter, auch dem Tourismus große Chancen, um einzigartige und vor allem nachhaltige Gäste-Erlebnisse zu schaffen. „Diese Chancen wollen wir als „herzlich digitale„ Stadt natürlich nutzen. Ziel ist es, die Vergangenheit durch technologischen Fortschritt neu zu inszenieren und so zur Zukunft der Stadt zu machen.“
Der Wettbewerbsbeitrag umfasst die Entwicklung und Umsetzung eines digitalen Stadtrundgangs rund ums Thema Barbarossa, die Einrichtung einer begleitenden digitalen Plattform sowie ein dazu buchbares Übernachtungsangebot. Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sollen dabei mittels Beacons-Technologie direkt auf das Smartphone (oder Tablet) des Nutzers gespielt werden.
Beacons sind kleine Bluetooth-Sender, die Smartphones im Umkreis bis zu 70 Meter dazu veranlassen, sogenannte Push-Nachrichten aus dem Internet zu laden. Dadurch kann auf eigene Faust eine entsprechende Route erkundet werden. Mittels Augmented-Reality-Technologie können Nutzer zudem an bestimmten Punkten mit ihrem Smartphone einen Blick in die Vergangenheit der Stadt werfen. Grafische Rekonstruktionen nicht mehr existenter Gebäude oder nicht mehr zugänglicher Gebäude werden auf dem Smartphone über das reale Bild der Umgebung gelegt und dadurch „begehbar“.
Der Rundgang soll zunächst in Deutsch und Englisch und für verschiedene Altersgruppen angeboten werden. Auch eine Version in leichter Sprache soll es geben, um den Bedürfnissen von Menschen mit Beeinträchtigungen Rechnung zu tragen. Kinder können sich auf „Klein Friedrich“ freuen, ein virtuelles Abbild des jungen Kaisers, der durchs alte Kaiserslautern führt und aus seinem Leben erzählt. Weiterhin soll eine digitale Schnitzeljagd/Schatzsuche implementiert werden, bei der Aufgaben gelöst und am Ende erhaltene digitale Belohnungen gegen einen realen Preis eingetauscht werden können. Als besonderen Service wird es eine digitale Plattform geben, auf der Informationen zu familiengerechten Angeboten und entsprechende Tipps ausgetauscht werden können. Die Kaiserslauterer Bürgerinnen und Bürger können mit ihrem Insiderwissen hier dazu beitragen, wertvolle Informationen zu platzieren.
Für die Idee und Ausarbeitung zeichnet die städtische Tourist Information um Julia Bickmann verantwortlich. Kooperationspartner sind die KL.Digital GmbH, die Pfalz.Touristik e.V., der DEHOGA, der Förderkreis Kaiserpfalz, das städtische Referat Kultur, die Werbegemeinschaft „Kaiser in Lautern“, das DFKI sowie die Lebenshilfe. Ein konkreter Förderantrag muss nun bis Mitte des Jahres eingereicht werden, die Umsetzung muss bis Ende 2021 erfolgt sein.
Der Wettbewerbsbeitrag aus Kaiserslautern habe sich in besonderer Weise mit Zukunftstechnologien befasst und es werden neue digitale touristische Produkte entwickelt, so Wirtschaftsminister Volker Wissing in seinem Gratulationsschreiben an OB Klaus Weichel. Kultur und Regionalität in starken touristischen Produkten zu verankern und zu vermarkten sei wesentlicher Ansatzpunkt der neuen Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz 2025. ps

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Landstuhl

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