Neue Akku-Züge starten in der Pfalz – Kaiserslautern spielt zentrale Rolle
- Ab 21. September sollen erstmals neue Akku-Züge im regulären Personenverkehr in den Testbetrieb gehen
- Foto: Fritz Engbarth/ZÖPNV
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Kaiserslautern. Der Schienenverkehr in der Pfalz steht vor einem Technologiewechsel: Ab Montag, 21. September, sollen erstmals neue Akku-Züge im regulären Personenverkehr in den Testbetrieb gehen. Zunächst kommen die Fahrzeuge des Herstellers Stadler auf den Verbindungen Pirmasens–Saarbrücken sowie Landau–Neustadt zum Einsatz. Schrittweise sollen sie bislang eingesetzte Dieseltriebwagen ersetzen.
Für Kaiserslautern hat die neue Zugflotte eine besondere Bedeutung. Das DB-Regio-Werk in der Stadt wurde umfassend modernisiert und auf die technischen Anforderungen der Akku-Fahrzeuge vorbereitet. Insgesamt sollen dort künftig 44 Züge vom Typ Stadler FLIRT Akku beheimatet und instand gehalten werden. Damit wird Kaiserslautern zu einem wichtigen Wartungs- und Technikstandort für das neue Pfalznetz.
Werk in Kaiserslautern für Akku-Züge umgebaut
Für die neue Technik wurde unter anderem eine bestehende Werkhalle erweitert und mit neuen Arbeitsständen, Dacharbeitsbühnen sowie Technik für die Wartung der Akkus ausgestattet. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden rund sechs Millionen Euro in den Umbau investiert. Parallel werden Beschäftigte für die neue Fahrzeugtechnik qualifiziert. Rund 300 Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer sollen für die neue Baureihe ausgebildet werden.
Der Kaiserslauterer Landtagsabgeordnete Andreas Rahm begrüßt die Entwicklung: „Dass die neuen Akku-Züge in Kaiserslautern gewartet und instand gehalten werden, ist für unsere Stadt ein großer Vorteil. Hier wird nicht nur moderne Mobilität sichtbar, sondern auch langfristig technische Kompetenz und qualifizierte Arbeit gesichert.“
Die neuen Züge sind vor allem für Strecken gedacht, die nicht vollständig mit Oberleitungen elektrifiziert sind. Dort können sie Abschnitte ohne Fahrdraht mit Energie aus ihren Batterien zurücklegen. Insgesamt sollen die 44 Fahrzeuge nach und nach einen großen Teil der bislang eingesetzten Dieseltriebwagen im Pfalznetz ersetzen.
Neue Züge später auch rund um Kaiserslautern
Auch auf den Bahnstrecken von Kaiserslautern nach Pirmasens, Kusel und Lauterecken-Grumbach sollen die Akku-Züge künftig eingesetzt werden. Nach dem zuletzt von der Deutschen Bahn veröffentlichten Zeitplan soll die Umstellung dieser Verbindungen bis Mitte 2027 erfolgen.
Für Fahrgäste bringen die FLIRT-Akku-Züge zugleich mehr Komfort. Zur Ausstattung gehören unter anderem WLAN, Steckdosen, Klimatisierung und moderne Fahrgastinformationen. Großzügige Mehrzweckbereiche bieten Platz für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle; automatische Spaltüberbrückungen sollen zudem das barrierefreie Ein- und Aussteigen erleichtern.
Kaiserslautern profitiert damit gleich auf zwei Ebenen von der Umstellung: Die neuen Fahrzeuge sollen künftig auf wichtigen Strecken der Westpfalz unterwegs sein, gleichzeitig wird das DB-Regio-Werk zum zentralen Instandhaltungsstandort für die 44 Akku-Züge der neuen Flotte. [red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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