Bürgermeisterin Beate Kimmel einhundert Tage im Amt
Im Dialog mit und für Kaiserslautern

Bürgermeisterin Beate Kimmel
  • Bürgermeisterin Beate Kimmel
  • Foto: ps / Stadtverwaltung Kaiserslautern
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Kaiserslautern. Ein mehr als voller Terminkalender, Sitzungen bis in die Abendstunden und Repräsentationspflichten auch am Wochenende bestimmen spätestens seit ihrer Vereidigung am 12. November 2018 das Leben von Beate Kimmel als neuer Bürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern. Morgen ist sie genau einhundert Tage im Amt. Sie blickt auf eine erste bewegende Zeit zurück und voller Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen. „Dabei war und ist es mir wichtig, stets im Dialog mit und für Kaiserslautern zu sein“, fasst sie ihr Engagement sowohl für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt wie auch für die Arbeit der Verwaltung zusammen.

„Als gebürtige Lautrerin und ehemalige Verwaltungsbeamtin möchte ich zwischen beiden Interessensgruppen vermitteln. Denn sowohl die hier wohnenden Menschen wie auch die Verwaltung können stolz auf ihre Stadt sein, die so viel Tolles zu bieten hat “, so Kimmel. Ihre Aufgabe sehe sie deshalb auch darin, die Menschen zum Mitmachen zu bewegen. „Wir sind gut aufgestellt“, ist sie sich sicher. Jetzt gelte es, die guten und starken Initiativen, die in ihrer Fachlichkeit ausgezeichnet sind, auf weiteren Ebenen miteinander zu verbinden und bestehende Netzwerke noch intensiver miteinander zu verknüpfen.
Wie die Bürgermeisterin ausführt, sei man ihr in den ersten knapp 14 Wochen überall mit offenen Armen und Ohren begegnet. „Dies erfüllt mich nicht nur mit großer Dankbarkeit, sondern auch mit ebensolcher Zuversicht, das wir gemeinsam in und für Kaiserslautern viel bewegen können.“ Bisher hatte Kimmel insgesamt 27 Aufsichts- und Stadtratssitzungen sowie 21 offizielle Vertretungen der Stadt mit Grußworten auf ihrer Agenda, hinzu kamen 18 kulturelle Veranstaltungen sowie zehn Neujahrsempfänge. In über 150 Gesprächsterminen verschaffte sie sich einen ersten Überblick über ihr neues Aufgabengebiet und konnte erste Weichen stellen.

„Ich freue mich, dass auch mein Angebot an die Mitglieder des Stadtrates so gut angenommen wurde und unsere informelle Gesprächsrunde in einem so vertrauensvollen, konstruktiven und fraktionsübergreifenden Miteinander stattfindet“, äußert sie. Das kommunikative Miteinander stehe bei ihr mit an erster Stelle. Deshalb ist es für sie unabdingbar, auch mit den Menschen in Kaiserslautern näher in Kontakt zu kommen. „Geplant sind sogenannte „Marktgespräche“, bei denen ich auf dem Markt sein werde und für unsere Bürgerinnen und Bürger als Anspechpartnerin zur Verfügung stehe“, erklärt die Bürgermeisterin. „Bei Interesse bringe ich gerne auch Fachleute zu einem aktuellen Thema mit.“

Auch über die ihrem Dezernat zugeordneten Referate, Eigenbetriebe und Gremien hat sich Beate Kimmel einen ersten Eindruck erworben. „Wie erste Treffen und Sitzungen bestätigt haben, sind Stadtentwässerung und Stadtbildpflege sehr gut aufgestellt“, lobt Kimmel die Arbeit ihrer Vorgängerin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt und der verantwortlichen Führungskräfte. Sie selbst unterstütze mit der Übernahme des Verwaltungsratsvorsitzes nicht nur die laufenden Projekte der Stadtentwässerung AöR. „Vor allem das derzeit in die Umsetzungsphase gehende Klimaanpassungskonzept, das mein Dezernat zusammen mit dem meines Kollegen Peter Kiefer federführend vorantreibt, ist mir auch ein ganz persönliches Anliegen“, erläutert Kimmel. In diesem Zusammenhang verweist sie auf die sich derzeit in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen der Überflutungsvorsorge, beispielsweise den Bau des Regenrückhaltebeckens in Siegelbach. „Genau so wichtig ist mir aber auch, den Weg der Stadtentwässerung zur Energieeffizienzsteigerung der Kläranlage bei Verbesserung der Reinigungsleistung konsequent weiter zu verfolgen.“

Nach dem Ermessen der neuen Bürgermeisterin sei auch die Stadtbildpflege auf dem besten Weg zu einem Vorzeigebetrieb. Die erste Werkausschussitzung hätte nicht nur gezeigt, wie gut der Entsorgungsbetrieb aufgestellt ist, sondern auch, welch vielfältiges Potential dort noch vorhanden ist. So seien in den nächsten Monaten beispielsweise zahlreiche Aktionen zur Abfallvermeidung und einem saubereren Stadtbild geplant. „Diese sind aber nur dann erfolgreich, wenn wir es schaffen, möglichst viele Menschen für unsere Ideen zu begeistern und zum Mitmachen zu bewegen“, ergänzt Kimmel zu dem ebenfalls für sie sehr wichtigen Thema. „Die Sauberkeit unserer Stadt geht uns alle an, denn sie kann nur mit der Eigenverantwortung einer und eines jeden Einzelnen in einem gemeinsamen Miteinander gelingen!“

Einmal mehr verweist die Bürgermeisterin darauf, wie wichtig das Thema Sauberkeit für sie ist, „denn diese wird als Vorstufe zur Sicherheit gesehen“. Darauf hätte sie in ihrer ersten initiierten Sitzung als Vorsitzende des Kriminalpräventiven Rates hingewiesen. Sicherheit und Ordnung bestimmen nicht nur die Lebens- und Wohnqualitäten der Bürgerinnen und Bürger, sie sind außerdem für die Entwicklung der Innenstädte und die ortsansässige Wirtschaft wichtig. „In der SiKa, der Initiative Sicheres Kaiserslautern, haben wir großartiges Fachwissen gebündelt, das ich gerne enger mit weiteren Partnern wie dem Citymanagement, der Stadtbildpflege und dem Kommunalen Vollzugsdienst verzahnen möchte!“ Für letzteren stehe aktuell eine Verbesserung der Ausbildung und der technischen Ausstattung an, die Gespräche hierüber mit dem Innnenministerium laufen im Schulterschluss mit den übrigen rheinland-pfälzischen Oberzentren.

Eine ganz besondere Freude bereitet Beate Kimmel immer wieder ihre neue Aufgabe als Kulturdezernentin, die „eine angehme Abwechslung“ zu ihrem sonst eher stressigen Alltag darstellt. So konnte sie sich in mehreren Ausstellungen und Konzerten einmal mehr von der hohen Qualität des städtischen Kulturprogramms überzeugen. „Es ist mir deshalb ein ganz großes Anliegen, Kultur nicht als freiwillige Leistung, sondern als Aufgabe der Daseinsvorsorge in den Köpfen zu verankern.“ So konnte sie im letzten Jahr bei einer schwierigen Haushaltssituation der Stadtbibliothek noch Mittel für die Anschaffung von Büchern retten, für sie ein klassisches Bildungsthema.

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