Freie Fahrt in der Neuen Stadtmitte: Großprojekt nach sechs Jahren abgeschlossen
- Mit der Freigabe der Spittelstraße und des Verkehrsknotens östlich der Fruchthalle am 15. Juni wurde eine der größten Baumaßnahmen der vergangenen Jahre nach rund sechsjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen
- Foto: Stadt Kaiserslautern
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Kaiserslautern. Mit der Freigabe der Spittelstraße und der Kreuzung östlich der Fruchthalle am Montag, 15. Juni, ist eines der größten Bauprojekte der vergangenen Jahre in Kaiserslautern abgeschlossen. Damit wurde auch der zweite Bauabschnitt der Neuen Stadtmitte offiziell fertiggestellt.
Für viele Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem eines: freie Fahrt durch die Innenstadt und das Ende jahrelanger Bauarbeiten in einem zentralen Bereich der Stadt.
Fünf Fußballfelder große Fläche komplett umgestaltet
Der zweite Realisierungsabschnitt umfasste den Bereich Schillerplatz/Am Altenhof, die Fruchthallstraße, den Bereich rund um den Fackelbrunnen, Teile des Burgbergs sowie die Burgstraße einschließlich des nun freigegebenen Verkehrsknotens.
Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Auf einer Fläche von rund fünf Fußballfeldern wurden insgesamt 5.000 Tonnen Asphalt entfernt und weitere 4.000 Tonnen Boden ausgehoben. Das entspricht mehr als 1.500 Sattelzugladungen.
Für den Neubau wurden anschließend 4.000 Tonnen Schotter und 3.000 Tonnen Asphalt eingebaut. Hinzu kommen 2.500 Quadratmeter Betonpflaster, 400 Quadratmeter Betonfahrbahn für den öffentlichen Nahverkehr sowie 900 Quadratmeter neue Radwege. Außerdem entstanden rund 1.400 Quadratmeter neue Grünflächen.
Besondere Herausforderung: Die 200 Jahre alte Platane
Eine der größten Herausforderungen während der Bauarbeiten war der Schutz der historischen Stadtplatane mitten im Baustellenbereich. Das rund 200 Jahre alte Naturdenkmal wurde während der gesamten Bauzeit intensiv überwacht und durch besondere Schutzmaßnahmen gesichert.
Nach Angaben der Projektverantwortlichen wurde dabei ein bundesweit beachtetes Vorgehen umgesetzt. Regelmäßige Kontrollen durch Baumgutachter bestätigten zuletzt erneut den Erfolg der Schutzmaßnahmen.
Auch bei den Grünflächen hat sich die Bilanz verbessert: Zwar mussten insgesamt 19 Bäume gefällt werden, gleichzeitig wurden jedoch 36 neue Bäume gepflanzt. Allein in der Fruchthallstraße kamen 17 neue Bäume hinzu.
Mehr als 400 Besprechungs- und Ortstermine begleiteten das Großprojekt. Neben dem Straßen- und Platzumbau nutzten die beteiligten Versorger die Bauzeit, um das Leitungsnetz umfassend zu modernisieren. Wasser-, Abwasser-, Strom- und Fernwärmeleitungen wurden erneuert, zudem wurden Glasfaserleitungen verlegt.
Baudezernent Manuel Steinbrenner zieht zum Abschluss eine positive Bilanz. Trotz anfänglicher Skepsis sei eine attraktive zusammenhängende Innenstadtfläche entstanden, die besonders bei Gästen von außerhalb auf positive Resonanz stoße. Gleichzeitig dankte er den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld während der sechsjährigen Bauzeit. red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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