Bahnstrecke soll 2029 nicht monatelang dicht sein: Stadtrat fordert Plan B
- Der Hauptbahnhof Kaiserslautern liegt auf der Ost-West-Achse, die monatelang gesperrt werden soll
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Kaiserslautern. Eine geplante Vollsperrung der Bahnstrecke Ludwigshafen – Forbach von Ende Juni bis Anfang Dezember 2029 sorgt in Kaiserslautern für Widerstand: Der Stadtrat fordert, dass die Deutsche Bahn die Generalsanierung anders organisiert, damit die Region nicht monatelang vom Schienenverkehr abgeschnitten wird.
Das Gremium verabschiedete am Montag, 11. Mai, einstimmig eine Resolution, die sich gegen die aktuellen Pläne richtet. Vorgesehen ist demnach vom 22. Juni bis 7. Dezember 2029 eine Vollsperrung der kompletten Strecke mit Schienenersatzverkehr – mit spürbaren Folgen für Pendlerinnen und Pendler sowie für viele Fahrten im Alltag.
Resolution: Sanierung in Abschnitte teilen
Kernforderung des Stadtrats: Die über 130 Kilometer lange Strecke soll nicht am Stück gesperrt werden, sondern die Sanierung soll in sinnvolle Bauabschnitte aufgeteilt werden. Besonders der Abschnitt zwischen Kaiserslautern und Neustadt gilt aus Sicht der Resolution wegen der geografischen Lage als nicht für eine lange Vollsperrung geeignet.
Außerdem verlangt der Stadtrat einen ausreichend umfangreichen und finanziell abgesicherten Schienenersatzverkehr – auch mit Blick auf Zeiten mit besonders vielen Fahrgästen, etwa bei Heimspielen des FCK.
Anbindung des Hauptbahnhofs soll gesichert bleiben
Ein weiterer Punkt: Die Anfahrbarkeit des Hauptbahnhofs Kaiserslautern muss laut Resolution auch während der Arbeiten von den Nebenstrecken aus Richtung Pirmasens, über die Alsenzbahn, die Lautertalbahn sowie aus Kusel immer gewährleistet bleiben.
Den Anlass für die Resolution lieferte ein Bericht in der Stadtratssitzung am 2. Februar: Michael Heilmann, Verbandsdirektor des Zweckverbands ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd, informierte dort über die geplante Generalsanierung. Das Referat Stadtentwicklung erarbeitete anschließend die Resolution und stimmte sie mit dem ZÖPNV ab; nun soll sie unter anderem an DB InfraGO und an das Bundesverkehrsministerium gehen. Die vollständige Resolution steht im Ratsinformationssystem auf der städtischen Homepage in der Sitzung vom 11. Mai (TOP Ö7). red/lmo
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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