Akkuzüge starten in der Pfalz: Diese Strecken profitieren zuerst
- Sie laden ihre Akkus an sogenannten Oberleitungsinseln auf und können und auf nicht elektrifizierten Abschnitten mit dem Akku unterwegs sein: die neuen Triebwagen für das Pfalznetz.
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Pfalz. Fahrgäste in der West- und Südpfalz sollen ab Montag, 21. September, erstmals in den neuen Akkuzügen mitfahren können. Der Probebetrieb startet nach Angaben des Zweckverbands Öffentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd zunächst auf zwei Verbindungen.
Diese Strecken sind zum Start vorgesehen
Zum Beginn des Probebetriebs sollen die neuen Züge des Herstellers Stadler auf diesen Linien eingesetzt werden:
- Landau – Neustadt an der Weinstraße
- Pirmasens – Saarbrücken
Die leiseren Fahrzeuge sollen schrittweise die bislang eingesetzten Dieseltriebwagen ersetzen. Ursprünglich war der Probebetrieb bereits für das vergangene Frühjahr geplant.
Weitere Verbindung nach Karlsruhe geplant
Voraussichtlich ab Donnerstag, 1. Oktober, sollen die Akkuzüge auf der gesamten Strecke zwischen Neustadt an der Weinstraße, Landau und Karlsruhe unterwegs sein. Für Fahrgäste soll sich der Wechsel auch beim Komfort bemerkbar machen. Vorgesehen sind unter anderem mehr Platz, WLAN und Echtzeitinformationen im Zug.
Auch auf weiteren Strecken in der Westpfalz sollen die neuen Fahrzeuge bis Mitte 2027 fahren. Genannt werden die Verbindungen Pirmasens – Kaiserslautern, Kaiserslautern – Lauterecken und Kaiserslautern – Kusel.
So funktioniert der Akkuantrieb
Insgesamt sollen im Pfalznetz einmal 44 Akku-Oberleitungs-Hybridfahrzeuge unterwegs sein. Die zweiteiligen Triebwagen sind nach früheren Angaben rund 55 Meter lang, erreichen bis zu 140 Kilometer pro Stunde und bieten 172 Sitzplätze. Auf elektrifizierten Abschnitten fahren sie mit Strom aus der Oberleitung und laden dabei ihre Akkus. Auf Strecken ohne Oberleitung nutzen sie anschließend den Strom aus den Batterien. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |