Sichtbarkeit schaffen: Eine szenische Collage über Mut, Widerstand und Hoffnung
- Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Theaterprojektes "Empowerment durch das Theater der Unterdrückten"
- Foto: Adina Krauß/gratis
- hochgeladen von Ralf Vester
Kaiserslautern. In Kaiserslautern entsteht mit „Empowerment durch das Theater der Unterdrückten“ ein besonderes Theaterprojekt, das auf den Methoden des brasilianischen Theatermachers Augusto Boal basiert. Zwölf Menschen mit unterschiedlichen Herkünften, Erfahrungen und Lebensrealitäten haben in den vergangenen drei Monaten eine szenische Collage entwickelt, die sich eindringlich mit Unterdrückung, Widerstand, Mut und Hoffnung auseinandersetzt. Unter der Anleitung von Adina Krauß, angehende Theaterpädagogin und freischaffende Referentin in der kulturellen und politischen Bildung, wurde Theater zu einem politischen Raum: einem Ort für Widerspruch, Sichtbarkeit und Empowerment.
Die Teilnehmer*innen arbeiteten mit einer Vielzahl von Techniken aus Boals „Theater der Unterdrückten“, darunter Bild- und Statuentheater, Zeitungstheater, der „Polizist im Kopf“, der „Regenbogen der Wünsche“ sowie die Rashomon-Technik. Aus biografischen Texten, selbst aufgenommenen Audiosequenzen, Zeichnungen, Fotos und Gesprächen entstand ein künstlerischer Prozess, in dem persönliche Erfahrungen sichtbar werden und zugleich größere gesellschaftliche Fragen mitschwingen. Das Ergebnis ist eine gemeinsame Szenencollage, die individuelle Perspektiven mit kollektiven Erfahrungen verbindet und neue Blickwinkel eröffnet.
Gefördert durch die Stadt Kaiserslautern im Rahmen ihres Integrationskonzeptes und umgesetzt von Dunkelbunt – Bildung, die bewegt!, wird das Stück am Freitag, 19. Dezember, um 19 Uhr im JUZ Kaiserslautern, Steinstraße 47, aufgeführt. Der Eintritt ist frei, im Anschluss findet ein Nachgespräch statt. red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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