Turnerschaft Germersheim - Abteilung Volleyball
Samstags Pfui, Sonntags Hui

Als Tabellenführer kann man auch Einspielshirts in pink tragen (Foto: Yannick Peters)
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  • Als Tabellenführer kann man auch Einspielshirts in pink tragen (Foto: Yannick Peters)
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Der Rückrundenauftakt war am Samstag mit nur einem Sieg in 5 Spielen eher enttäuschend für die Germersheimer Volleyballer. Umso besser lief es am Sonntag mit 9 von 9 möglichen Punkten.

Trotz mehr Gegenwehr weiter auf dem Weg zur perfekten Saison

Auch von der weitesten Auswärtsfahrt zur SSG Etzbach brachten die Germersheimer Landesliga-Herren 3 Punkte mit und bleiben nach dem 3:1-Erfolg (25:19, 19:25, 25:20, 25:17) weiter auf Kurs zur perfekten Saison. Allerdings musste sich das Team doch mehr anstrengen als erwartet. Etzbach hatte im ersten Spiel gegen die SG Südpfalz unerwartet leichtes Spiel und konnte Kräfte sparen. Entsprechend schwierig und auch ein bisschen holprig begann der erste Durchgang. Germersheim konnte sich nicht entscheidend absetzen, erst in der Schlussphase gelangen die nötigen Punkte zum Satzgewinn.
Etzbach hatte viel Spaß beim Spiel und präsentierte sich abwehrstark. Gute Aufschläge sorgten für eine kleine Überraschung aus Germersheimer Sicht beim Satzausgleich der Gastgeber.
Punkte wollte die Mannschaft aber nun nicht abgeben. Mit größerer Konzentration und mehr Durchschlagskraft in Angriff und Aufschlag sammelten die Gäste Punkt für Punkt und bauten den Vorsprung kontinuierlich zur 2:1-Satzführung aus. Aber noch immer wehrten sich die Gastgeber. Erst ab Mitte des 4. Satzes schwanden deren Kräfte zu Gunsten des ungeschlagenen Tabellenführers. Germersheim bleibt damit weiter ohne Punktverlust und nimmt nun Kurs auf das wohl vorentscheidende Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten SC Ransbach-Baumbach am 26.01.

In der Spitzengruppe festgesetzt

Mit zwei 3:0-Siegen sind die Herren 2 erfolgreich in das neue Jahr gestartet und konnten damit den Anschluss an die Tabellenspitze der Pfalzliga halten. Nach der Winterpause und nur zwei Trainingseinheiten vor dem Spieltag war dies auch eine Frage der körperlichen Fitness. Im ersten Spiel des Tages war die SG Speyer/Haßloch/Heiligenstein III mit einem stark veränderten Kader im Vergleich zum Hinspiel angereist. Insbesondere die gute Blockarbeit von Tobias Grehl und die starken Angriffe der beiden Außenspieler Stanislaw Li und Viktor Becker sorgten immer wieder für einen ausreichenden Punktevorsprung. Dies ermöglichte auch einige Umstellungen in der Mannschaftsaufstellung und diverse Spielzüge konnten ausprobiert werden. Auch gegen das Tabellenschlusslicht VTV Mundenheim ließen die Germersheimer nichts anbrennen und dominierten in allen drei Sätzen. Vor allem gute Aufschläge - besonders die Aufschlagserie von Dominik Schelter von über 10 Punkten im 1. Satz - setzten die Gegner immer wieder unter Druck und ließen diesem nur schwer einen Spielaufbau zu. Mit einer stabilen Annahme um Libero Nicolas Reichenbach konnten die Germersheimer ein variables Angriffsspiel durchziehen. Phasenweise wurde das Spiel etwas zu locker genommen und vor allem die Annahme- und Abwehrleistung wurde auf Sparflamme gestellt. Die sollte aber nicht als Maßstab für die zukünftigen Spieltage und vor allem nicht für die anstehenden Trainingseinheiten genommen werden. In zwei Wochen steht bereits das nächste Spitzenspiel gegen den TV Maximiliansau an. Hier gilt es nun sich optimal im Training vorzubereiten.

Bei Kälte stottert der Motor

Misslungener Rückrundenstart für die Germersheimer Landesliga-Damen. Bei der VSG Sinzig musste sich das Team mit 1:3 (20:25, 12:25, 25:7, 12:25) geschlagen geben. Unter der Woche musste man dabei auf zwei erkrankte Spielerinnen verzichten. Trainerin Karin Träber war privat verhindert und wurde durch ihren Mann Gerald Kessing vertreten.

In einer eiskalten Halle kam der Motor der Germersheimerinnen nach einer zu kurzen Aufwärmphase nicht richtig zum laufen. Sinzig hatte da schon den Vorteil des ersten Spiels und war warm- und eingespielt. Auf Germersheimer Seite lag das Hauptdefizit in einer schlechten Annahme und mangelndem Druck im sonst starken Aufschlagspiel. Und wenn dann mal ein guter Angriff aufgebaut werden konnte, dann war die Chancenverwertung teilweise zu schlecht und unkreativ. Insbesondere in den verlorenen Sätzen wurde die Anfangsphase regelrecht verschlafen. Lediglich im 3. Satz stimmte die Kommunikation untereinander und der Spaß im Team. Warum dies nicht fortgesetzt werden konnte, war auch für Libera Laura Troubal nicht zu erklären: „Sinzig hat verdient gewonnen, da wir schlecht gespielt haben und außer im 3. Satz nicht unser Potenzisl abgerufen haben.“ Letztendlich ist die Niederlage verkraftbar, wenn man bedenkt welche Leistung das Team nach der Auftaktniederlage in der Hinrunde aufs Parkett legte. Mental wird die Mannschaft sicherlich gestärkt bleiben.

Herren 3 enttäuschen trotz eines Sieges

Trainer Dominik Betsch hatte es sich anders erhofft und zu Beginn lief auch alles nach Plan. Dann kam aber der große Einbruch.

Im Match gegen die SG Südpfalz III führten die Gastgeber bereits mit 2:0 nach Sätzen (25:20: 25:21) und schien auf dem besten Weg zur Revanche für die Hinspielniederlage zu sein. Was dann aber folgte, kann man nicht so richtig in Worte fassen. Spielerisch und mental ruhte sich die Mannschaft auf den Lorbeeren aus und brachte die Gäste zurück ins Spiel. Im Tie-Break fehlte den jungen Herren dann Motivation und Energie um das Spiel zu gewinnen.

Im zweiten Spiel gegen die SG Speyer/Haßloch/Heiligenstein V war ein Sieg nicht mehr als Pflicht für die Hausherren. Nach der enttäuschenden Niederlage zuvor raffte sich das Team auf, um den abwehrstarken Gästen den Zahn zu ziehen. Auch wenn einige Spieler etwas erschöpft waren und ihre Leistung diesem Zustand anpassten, führte die körperliche Überlegenheit dann doch zu einem ungefährdeten 3:0-Erfolg (25:22, 25:17, 25:17).

Patricks Stars holen keine Punkte 

Die Damen 2 haben am Samstag leider keine Punkte geholt. Die Rückrunde startete für die Germersheimerinnen etwas holprig gegen die SG Steinwenden-Weilerbach. Mit einem gut aufgestellten Kader konnte man aber vor allem in den ersten zwei Sätzen teilweise gut mit dem Gegner mithalten. Für einen Satzgewinn fehlte am Ende aber das nötige Durchsetzungsvermögen. Das Spiel wurde mit 23:25, 21:25 und 13:25 verloren. 

Durch eine eher geringe Trainingsbeteiligung hat dem Team die nötige Übung in Abwehr und Angriff gefehlt, weshalb man sich auch im zweiten Spiel gegen den Tabellenführer SC Mutterstadt mit 0:3 (11:25, 11:25, 14:25) geschlagen geben musste. Gegen die kraftvollen Aufschläge und starken Angriffe des Gegners konnte das Team welches sich inzwischen durch den Trainerwechsel nicht mehr "Team Toine" sondern "Patricks Stars" nennt, leider nichts ausrichten und musste sich stellenweise Punkt für Punkt abschießen lassen. 
Für das nächste Spiel in zwei Wochen gegen den VBC Ludwigshafen wird durch eine hoffentlich höhere Trainingsbeteiligung eine bessere Leistung abgeliefert und hoffentlich ein Weg raus aus dem Tabellenkeller gefunden.

Als Tabellenführer kann man auch Einspielshirts in pink tragen (Foto: Yannick Peters)
Mit 6 Punkten auf leisen Sohlen in die Spitzengruppe (Foto: Dominik Betsch)
Autor:

Alexander Zinser aus Germersheim

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