Zwei neue Jugend-Treffpunkte in Kandel geplant: Das sind die Standorte
- Jugendliche haben darüber abgestimmt, wo sie sich in ihrer Freizeit treffen möchten (Symbolbild).
- Foto: WavebreakmediaMicro/stock.adobe.com
- hochgeladen von Karin Hoffmann
Kandel. In der Verbandsgemeinde Kandel sollen zwei neue Treffpunkte für junge Menschen entstehen. Die Ideen kommen aus dem Jugendbeteiligungsprozess Jugend spricht und Jugendliche haben die Standorte selbst mit ausgewählt.
Das Projekt läuft im Landesprogramm JES! – Eigenständige Jugendpolitik mit PEP vor Ort. Der Landkreis Germersheim macht dabei mit. Das Kreisjugendamt begleitet den Prozess, wie die Kreisverwaltung Germersheim mitteilt.
Standortwahl mit Besichtigung und Online-Abstimmung
Das Projekt startete Anfang des Jahres mit einer Online-Umfrage. Im April diskutierten Jugendliche die Ergebnisse bei der Veranstaltung Jugend spricht, entwickelten Projektideen und setzten Prioritäten. Dabei zeigte sich laut Kreisverwaltung: Der Bedarf an Treffpunkten im öffentlichen Raum ist hoch.
Ende Juni besichtigte eine Gruppe Jugendlicher mögliche Standorte. Eine andere Gruppe stimmte online ab. Insgesamt gaben 25 Jugendliche ihre Einschätzung ab. Am Ende steht laut Kreisverwaltung ein Konzept für zwei neue Treffpunkte.
Am nordwestlichen Ortsrand oberhalb des Neubaugebiets plant die Verbandsgemeinde einen Rückzugsort für Jugendliche aus dem Wohngebiet. Geplant ist eine kleine, wettergeschützte Hütte mit Tisch und Sitzgelegenheiten. Sie kann auch als Rastplatz für Radfahrer dienen.
Den zweiten Treffpunkt richtet die Verbandsgemeinde zentral zwischen Schwanenweiher und Skateanlage ein. Dort sieht das Konzept mehrere offene Sitzgruppen mit runden Tischen vor. Sie sollen Raum für Begegnung, Gespräche und gemeinschaftliche Aktivitäten bieten.
Landrat Martin Brandl betont: „Wir wollen Jugendliche nicht nur anhören, sondern ihnen echte Mitgestaltung ermöglichen. Dass nun konkrete Treffpunkte entstehen, zeigt, wie wirkungsvoll Beteiligung sein kann“.
Auch der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler hebt die Beteiligung hervor: „Die hohe Beteiligung und die vielen konstruktiven Vorschläge zeigen, wie verantwortungsvoll junge Menschen ihren Lebensraum mitgestalten wollen. Diesen Prozess unterstützen wir als Kreis ganz bewusst“.
Bürgermeister Mike Schönlaub sagt: „Die Ergebnisse dieses Beteiligungsprojekts zeigen eindrucksvoll, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden. Die neuen Treffpunkte sind nicht nur Orte zum Verweilen, sondern ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Anliegen und Ideen unserer Jugendlichen ernst genommen werden. Als Verbandsgemeinde ist es uns ein großes Anliegen, Räume zu schaffen, in denen sich junge Menschen wohlfühlen, begegnen und ihren Lebensraum aktiv mitgestalten können.“
Die Verbandsgemeinde Kandel und das Land Rheinland-Pfalz finanzieren die Treffpunkte. Das Kreisjugendamt Germersheim hat den Beteiligungsprozess initiiert und koordiniert. Bei der Umsetzung wollen sich viele der beteiligten Jugendlichen auch beim Bau aktiv einbringen. red
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |