Warntag im Kreis Germersheim: Alle 64 Sirenen haben ausgelöst
- Alle 64 Sirenen im Landkreis Germersheim haben beim Warntag ausgelöst.
- Foto: Kreis GER / mda
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Landkreis Germersheim. Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September, haben im Landkreis Germersheim alle 64 Sirenenanlagen wie vorgesehen ausgelöst. Auch die Sprachdurchsagen liefen an sämtlichen Standorten ordnungsgemäß. Für die Bevölkerung heißt das nach Angaben der Kreisverwaltung: Das Sirenenwarnnetz funktioniert derzeit kreisweit zuverlässig.
Um 11 Uhr startete das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine zentrale Probewarnung über das Modulare Warnsystem. Die Warnung lief unter anderem über NINA, KATWARN und Cell Broadcast. Gegen 11.45 Uhr folgte auch über die Sirenen die Entwarnung. Erstmals testete der Warntag dabei auch die Entwarnung über Cell Broadcast.
Landrat Martin Brandl bewertet den Test positiv. Er sagt: „Wir sind mit dem Ergebnis des heutigen Warntags sehr zufrieden. Dass Sirenen funktioniert haben zeigt, dass die technischen Anpassungen und die gemeinsam mit dem Dienstleister vorgenommenen Arbeiten erfolgreich waren“. Sein Ziel bleibe, die Bevölkerung im Ernstfall zuverlässig und schnell zu erreichen.
Störungen vom August sind behoben
Bereits beim kreisweiten Warntag am 8. August hatten die meisten Sirenenanlagen planmäßig ausgelöst. An wenigen Standorten gab es damals noch technische Störungen. Diese hat der Landkreis inzwischen behoben.
Auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Christian Betzel zieht eine positive Bilanz. Er sagt: „Aus Sicht des Brand- und Katastrophenschutzes ist der heutige Warntag sehr gut verlaufen. Der Test hat gezeigt, dass unser Sirenenwarnnetz auch im Zusammenspiel mit dem vorgesehenen Auslösekonzept zuverlässig arbeitet.“
Wichtig für die Bevölkerung ist laut Kreisverwaltung auch der Umgang mit den Sprachdurchsagen. Diese wiederholen sich mehrfach mit zeitlichem Abstand. Betzel erläutert dazu: „Die Sprachdurchsagen sind grundsätzlich nicht dafür ausgelegt, innerhalb von Gebäuden zuverlässig gehört oder verstanden zu werden“. Durch die Wiederholungen sollen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich an ein geöffnetes Fenster oder ins Freie zu begeben, um die Durchsage wahrzunehmen.
Diese Systeme warnen im Ernstfall
Der Landkreis setzt beim Warnen weiter auf mehrere Kanäle gleichzeitig. Brandl betont: „Der heutige Test hat erneut gezeigt, wie wichtig ein abgestufter Warnmittelmix ist“. Sirenen, Warn-Apps, Cell Broadcast, Rundfunk, Internetangebote und soziale Medien ergänzten sich.
Eine erste Auswertung einer kreisweiten Umfrage zeigt laut Landkreis, dass mehr als 90 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Sirenen und die Sprachdurchsagen wahrgenommen haben. Die Ergebnisse der handybasierten Warnungen wertet das BBK noch aus und veröffentlicht die Informationen zeitnah.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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