„Trau Dich!“: 670 Schüler im Kreis Germersheim setzen Zeichen für Kinderschutz und Prävention

 Schauspielende vom Ensemble Bauchgefühl/Schultheater-Studio Frankfurt bringen "Trau dich!" in Rheinland-Pfalz regelmäßig zur Aufführung | Foto: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit-Nora Scherer/frei
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Ein sensibles Thema kindgerecht und nachhaltig vermitteln: Mit der bundesweiten Initiative „Trau Dich!“ setzt der Landkreis Germersheim ein deutliches Zeichen für Prävention, Aufklärung und den Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt. Am 2. Juni nehmen insgesamt 672 Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen in der Festhalle Wörth an einer interaktiven Theateraufführung teil. Organisiert wird das Projekt vom Team Jugendbildung des Jugendamtes Germersheim.
Die Initiative „Trau Dich!“ wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche altersgerecht über ihre Rechte aufzuklären, sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen Mut zu machen, Grenzen wahrzunehmen und Hilfe zu suchen.

Theaterstück soll Kinder stärken und sensibilisieren

Im Mittelpunkt der Theateraufführung stehen Themen wie Gefühle, Vertrauen, persönliche Grenzen und das Recht, „Nein“ zu sagen. Die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer werden dabei aktiv einbezogen und lernen auf behutsame Weise, ihren eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen und sich Unterstützung zu holen, wenn sie sich unwohl oder bedroht fühlen.
Der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler unterstreicht die Bedeutung solcher Präventionsangebote: „Der Schutz unserer Kinder vor Gewalt und Missbrauch hat oberste Priorität. Mit ‚Trau Dich!‘ schaffen wir einen geschützten Raum, in dem junge Menschen erfahren, dass ihre Gefühle ernst genommen werden und dass sie ein Recht auf Hilfe haben.“
Auch Denise Hartmann-Mohr, Leiterin des Jugendamtes Germersheim, sieht in dem Projekt einen wichtigen Baustein der Präventionsarbeit: „Prävention bedeutet vor allem Stärkung. Kinder sollen lernen, ihren Gefühlen zu vertrauen und zu wissen, an wen sie sich wenden können. Theater erreicht junge Menschen oft besonders nachhaltig, weil Inhalte emotional erfahrbar werden.“

Breites Netzwerk begleitet das Präventionsprojekt

Begleitet wird das Projekt von weiteren Informations- und Unterstützungsangeboten. So findet am 26. Mai um 18 Uhr ein Online-Elternabend für die Eltern und Erziehungsberechtigten der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler statt. Dort wird das Konzept der Initiative vorgestellt und darüber informiert, wie Kinder im Alltag gestärkt und begleitet werden können.
An der Umsetzung beteiligt ist ein breites Netzwerk aus Fachstellen und Institutionen. Die vorbereitenden Lehrkräfteschulungen sowie der Elternabend werden unter anderem vom Schulpsychologischen Dienst, dem Caritas-Kinderschutzdienst und dem Frauennotrufzentrum Aradia Landau begleitet. Darüber hinaus arbeiten weitere Partner wie die Polizei, die Häuser der Familie, die Familienbüros, der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes sowie die „Nummer gegen Kummer“ (bundesweites Beratungstelefon unter 116 111) eng zusammen.
Mit der gemeinsamen Aktion leistet der Landkreis Germersheim einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für ein Thema, das häufig im Verborgenen bleibt – und setzt zugleich ein klares Zeichen dafür, dass Kinderrechte, Schutz und Vertrauen ernst genommen werden.

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Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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