SPD Hagenbach dringt auf feste Zusagen für die Rente mit 65
- Der SPD-Gemeindeverband Hagenbach fordert in einem offenen Brief die verlässliche Rente mit 65 nach 45 Beitragsjahren.
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Hagenbach. Mit einem offenen Brief an Bundestagsabgeordnete der Region und an die Bundesregierung macht der SPD-Gemeindeverband Hagenbach Druck beim Thema Rente. Im Mittelpunkt steht die Forderung, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren verlässlich zu sichern. Die Ortsvereine aus Berg, Neuburg, Hagenbach und Scheibenhardt haben den Brief gemeinsam auf den Weg gebracht. Wie der Gemeindeverband mitteilt, richtet er sich gegen Pläne, das Renteneintrittsalter weiter anzuheben oder Sonderregelungen für langjährig Versicherte abzuschwächen.
Die SPD vor Ort verweist besonders auf Menschen, die früh ins Berufsleben starten. Wer schon mit 16 oder 17 Jahren eine Ausbildung im Handwerk, in der Pflege, in der Industrie oder im Handel beginnt, zahlt nach Darstellung des Gemeindeverbands ab dem ersten Ausbildungstag Beiträge in die Rentenversicherung ein.
Vier Forderungen an die Bundespolitik
Im offenen Brief nennt der Gemeindeverband vier konkrete Punkte. Er fordert eine Garantie der abschlagsfreien Rente mit 65 nach 45 Beitragsjahren, die volle Anerkennung der betrieblichen Ausbildung ab dem ersten Tag für die Wartezeit, eine schrittweise Erwerbstätigenversicherung auch für Selbstständige, Politiker und Beamte sowie eine stärkere Tarifbindung und gute Löhne zur Sicherung künftiger Beitragseinnahmen.
Zur Begründung zieht der Gemeindeverband auch einen Vergleich zu akademischen Erwerbsbiografien. Studierende stiegen später ins Berufsleben ein und seien im Schnitt geringeren körperlichen Belastungen ausgesetzt. Deshalb hält die SPD vor Ort eine Kopplung der vollen Rente an die tatsächlich geleisteten Beitragsjahre für sozial gerecht.
Auch wirtschaftlich sieht der Gemeindeverband Folgen für die Region. Nur Seniorinnen und Senioren mit einer auskömmlichen Rente sichern die Kaufkraft vor Ort und unterstützen Handwerk, Gastronomie und Handel direkt in unseren Südpfälzer Gemeinden
Den Angaben zufolge hat die Vorstandsmehrheit des Gemeindeverbands den offenen Brief beschlossen und bereits an die gewählten Abgeordneten der Region übermittelt.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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