Lebensrettendes System für den Landkreis Germersheim
RescueWave - Technik in neuen DRK-Fahrzeugen fest verbaut

die neuen Fahrzeuge mit RescueWave wurden übergeben
  • die neuen Fahrzeuge mit RescueWave wurden übergeben
  • Foto: Kreisverwaltung Germersheim
  • hochgeladen von Heike Schwitalla

Landkreis Germersheim.  „In den beiden neuen Notarzteinsatzfahrzeugen des Deutschen Roten Kreuzes ist die RescueWave-Technik nun fest eingebaut und integriert“, berichtet Landrat Dr. Fritz Brechtel, „Damit ist der letzte Schritt getan, denn jetzt kann per Knopfdruck das System aus dem Cockpit des Fahrzeugs heraus gestartet werden. Durch RescueWave können die Einsatzkräfte im Notfall schneller und koordinierter auch bei einer großen Anzahl von Verletzten agieren und Leben retten. Am besten wäre es natürlich, es käme nie zu einem Massenanfall von Verletzten, aber technisch sind die Rettungskräfte damit vorbereitet, um ohne weiteren Zeitverlust informieren und reagieren zu können.“
Der Landkreis Germersheim hatte das System 2019 angeschafft und war damit der erste Landkreis bundesweit, in dem RescueWave angewendet wird.
„Der Faktor Zeit entscheidet in der Notfallmedizin über Leben und Tod oder bleibende Schäden. Um den Informations- und Zeitverlust bei einem Massenanfall von Verletzten so gering wie möglich zu halten, ist RescueWave ideal. Mit der Anschaffung kam der Katastrophenschutz in der digitalisierten Welt an, das Erfassen von Verletzten, Verletzungsschwere und die Verteilung auf geeignete Transportmittel in entsprechende Kliniken wird regelrecht revolutioniert und enorm beschleunigt,“ so der Sprecher der Leitenden Notärzte, Dr. Matthias Wölfel. Bei kleineren Unfallereignissen kam das System bereits zum Einsatz, etwa im letzten Herbst in Kuhardt (sechs Verletzte). Von Großschadenslagen ist der Landkreis seit dem Systemstart bisher verschont geblieben. Diese wurden jedoch im Rahmen von großen Übungen geprobt.
Bisher mussten bei großen Unfällen alle Informationen per Hand für jeden Patienten auf Sichtungskarten notiert werden. Das System ersetzt die bisherigen Sichtungskarten für Verletzte durch digitale Anhängesender, mit denen parallel medizinische, persönliche und organisatorische Daten sowie die exakte Position erfasst und in Echtzeit allen Führungskräften und Entscheidungsträgern visuell aufgearbeitet zur Verfügung gestellt werden können.
In den neuen Fahrzeugen befinden sich unter anderem das Funksystem für RescueWave, das nun per Knopfdruck gestartet werden kann, ein Tablet mit der entsprechenden Software und einige der Anhängersender, die verletzte Personen umgehängt bekommen und entscheidende Informationen direkt an die Notärzte und Rettungskräfte schicken. Stationiert sind die Notarzteinsatzfahrzeugen in Germersheim und Kandel.
Das digitale System RescueWave wurde zwei Jahren lang in der Entwicklung von Leitenden Notärzten, Organisatorischen Leitern sowie der Schnelleinsatzgruppe aus dem Landkreis Germersheim begleitet.„RescueWave kann nicht nur bei einem Massenanfall von Verletzten eingesetzt werden, sondern beispielsweise auch bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen wie Terror- oder Amoklagen, Einsätzen der Feuerwehr bei Personensuchen oder Einsätzen auf dem Rhein, um wichtige Lageinformationen zu erfassen und zu übermitteln. Jetzt ist die Technik, die den Rettungskräften und Notärzten die Lage vor Ort schon während der Anfahrt zur Unfallstelle darstellt, fest integrierter Bestandteil zweier DRK- Notarzteinsatzfahrzeugen. Ich danke allen Beteiligten, die sich bei der Einführung und der weiteren Nutzung des Systems engagieren. Ich bin überzeugt davon, dass es die Rettungsarbeit deutlich erleichtert und Leben rettet“, so Landrat Brechtel. ps

Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

Heike Schwitalla auf Facebook
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

56 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

RatgeberAnzeige
So lässt es sich im Sommer aushalten: Die Markise sorgt für Schutz vor zu viel Sonne.
4 Bilder

Markisen gibt's bei Piller in Speyer
Den Sommer vom Schatten aus genießen

Speyer. Schön, wenn in Speyer die Sonne scheint. Nicht so schön, wenn man zu viel davon abkriegt. In den immer heißer werdenden Sommern gewinnt Sonnenschutz zunehmend an Bedeutung - auf dem Balkon, auf der Terrasse und im Garten. Doch nicht nur draußen ist der Schutz vor der Sonne wichtig. Ohne den richtigen Hitze- und Sonnenschutz an den Fenstern kann es auch in den heimischen vier Wänden schnell ungemütlich heiß werden. Und das nicht nur im Dachgeschoß. Von den richtigen Jalousien bis zu den...

SportAnzeige
Endlich darf wieder im City Gym trainiert werden
3 Bilder

Training im City Gym Speyer
Endlich wieder Sport

Speyer. Große Freude im City Gym Speyer: Es darf wieder trainiert werden. Derzeit ist  das Training zwar nur mit Voranmeldung (telefonisch unter 06232 9653471 oder über die my Sports App) und negativem Corona Test möglich, aber immerhin: Endlich wieder Sport. Outdoor darf auch wieder mit Kontakt trainiert werden ."Endlich können wir unseren Mitgliedern wieder dabei helfen, fit und gesund zu sein", freut sich Inhaber Joachim Deeken. Kinder bis 14 und Erwachsene, die nachweisen können, dass sie...

SportAnzeige
Sport auf Rezept bietet das Therapiezentrum Theraneos in seinen Rehasport-Kursen im Judomaxx in Speyer.
4 Bilder

Rehasport in Speyer
Körperliche Aktivität als Medizin - ganz ohne Nebenwirkungen

Speyer. Verspannungen im Nacken durch langes Sitzen vorm Rechner? Das Knie schmerzt, obwohl die Fußballverletzung jetzt schon eine ganze Weile zurück liegt? Körperliche Aktivität ist eine hervorragende Medizin - und das ganz ohne Nebenwirkungen. Das weiß man ganz  besonders zu schätzen, wenn körperliche Funktionen bereits beeinträchtigt sind. Bei chronischen Rückenbeschwerden zum Beispiel, bei Schulter- und Nackenschmerzen, bei Erkrankungen der Gelenke, bei Diabetes oder Osteoporose. Dann...

Wirtschaft & HandelAnzeige
Das Team von Optik Steck um Augenoptikmeisterin Andrea Steck (2.v.l.)

35 Jahre Optik Steck in Speyer
Gut sehen und gut aussehen zugleich

Speyer. Eingefleischte Brillenträger sind in der Roßmarktstraße 28 in Speyer genauso gut aufgehoben wie Menschen, die Kontaktlinsen den Vorzug geben - und das seit 35 Jahren. Optik Steck ist ein alt eingesessenes Augenoptik Fachgeschäft und trotzdem alles andere als altbacken. Die Optik muss stimmen - das Firmencredo im Traditionsbetrieb gilt nicht nur für die aktuelle Brillenmode. Modernste Video-Messtechnik kommt zum Einsatz, wenn es darum geht, die Brillenglasstärke exakt zu bestimmen....

Online-Prospekte aus Germersheim und Umgebung



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen