„Neues entdecken und Bekanntes anders sehen“: Innenstadtroute Germersheim für alle Sinne
- Mit diesen neuen Stelen viel der Startschuss für die Germersheimer Innensatdtroute
- Foto: TZiegler | Stadt Germersheim | FREI
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Germersheim. Kurz vor Weihnachten sind in der Germersheimer Innenstadt fünf neue Infostelen aufgestellt worden. Vielen dürften sie bekannt vorkommen: In ihrer Gestaltung orientieren sie sich an den Stelen entlang des Leinpfads am Rhein. Für den Einsatz im Stadtkern wurden sie jedoch farblich und optisch angepasst. Mit ihnen fällt der Startschuss für die neue Germersheimer Innenstadtroute.
Mit diesem Angebot macht Germersheim seine Innenstadt auf besondere Weise erlebbar. Unter dem Motto „Neues entdecken und Bekanntes anders sehen“ führt die Route Einheimische wie Gäste durch die zentralen Straßen der Stadt und lädt dazu ein, den Stadtraum bewusst wahrzunehmen.
Die Besonderheit Germersheims liegt in seiner Struktur: Anders als viele Städte verfügt es nicht über eine klar abgegrenzte Fußgängerzone, sondern über mehrere, räumlich verteilte Innenstadtbereiche. Diese Vielfalt ist auf den ersten Blick nicht immer leicht zu erfassen. Die neue Innenstadtroute greift genau diesen Charakter auf und verbindet die einzelnen Bereiche zu einem gut nachvollziehbaren Rundweg.
Mehr als ein Rundgang
Dabei versteht sich die Innenstadtroute ausdrücklich nicht nur als Wegeführung. Sie steht unter dem Leitgedanken „Germersheim mit allen Sinnen erleben“. An insgesamt sieben Stationen – sogenannten Sinneshaltestellen – werden Besucherinnen und Besucher eingeladen, den Stadtraum bewusst zu entdecken. Fünf dieser Haltestellen sind in die Infostelen integriert, zwei weitere werden durch ergänzende Hinweisschilder markiert. Kleine Aufgaben und Impulse regen dazu an, alltägliche Details, Geräusche, Orte und Eindrücke neu wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Von der Idee zur Umsetzung
Die Innenstadtroute geht auf eine Bürgeridee zurück, die bereits vor mehreren Jahren im Rahmen des Innenstadtentwicklungsprozesses „Aktive Stadt“ entstanden ist. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern wurde sie erarbeitet und als Leitprojekt im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) verankert. Nun wird dieses Projekt Schritt für Schritt realisiert.
Den Auftakt bilden die fünf Infostelen, die im Rahmen des GAP-Strategieplans in Rheinland-Pfalz gefördert wurden. Die Finanzierung erfolgt unter Beteiligung der Europäischen Union sowie des Landes Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, über das Förderprogramm „LEADER“ der Region „Vom Rhein zum Wein“. Die bewilligte Fördersumme beträgt bis zu 11.550 Euro.
LEADER
LEADER ist ein europäischer Förderansatz zur Entwicklung des ländlichen Raums. Ziel ist es, Projekte aus der Region für die Region umzusetzen, die regionale Identität zu stärken und Orte lebenswerter sowie erlebbarer zu machen. Über das Regionalbudget werden insbesondere kleinere Maßnahmen unbürokratisch unterstützt, die einen Mehrwert für die LEADER-Region bieten.
Dank dieser Förderung erhält Germersheim ein neues Angebot, das Orientierung schafft, Identifikation fördert und dazu einlädt, die Innenstadt mit neuen Augen – und allen Sinnen – zu erleben. Die offizielle Eröffnung der Innenstadtroute ist für das Frühjahr geplant, sobald die Witterung es zulässt. Unabhängig davon kann die Route bereits jetzt eigenständig erkundet werden.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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