Neue Erlebniswelt Queichwiesen startet: Natur und Kultur künftig digital erlebbar
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Die Wiesenbewässerung in den Queichwiesen zwischen Landau und Germersheim - Foto: Heike Schwitalla
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Offenbach an der Queich. Mit der Übergabe des EFRE-Bewilligungsbescheids durch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt am 19. Februar 2026 beginnt offiziell die Umsetzung des Projekts „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“. Die Förderung markiert den Start für ein Angebot, das die Queichwiesen zwischen Landau und Germersheim künftig ganzjährig erlebbar macht.
Ein neues digitales Erlebnis für die Region
Die Queichwiesen prägen die Südpfalz seit Jahrhunderten. Das traditionelle Bewässerungssystem wurde 2023 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Die „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“ verbindet diese Besonderheit mit Natur, Geschichte und moderner Technik.
Offizielle Übergabe des Förderbescheids
Zur Auftaktveranstaltung an der Grillhütte in Offenbach begrüßte Simon Wingerter, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich, die Gäste und Kooperationspartner. Die Vertreter der Landkreise – Landrat Dietmar Seefeldt (Südliche Weinstraße) und Kreisbeigeordnete Anette Kloos (Germersheim) – zeigten sich erfreut über die Fördermittel, die das Digitalprojekt ermöglichen. Anschließend überreichte Ministerin Daniela Schmitt den offiziellen EFRE-Bescheid, bevor Pirmin Hilsendegen von der IG Queichwiesen bei einer Führung die Funktionsweise der historischen Wiesenbewässerung erläuterte. „Tourismus ist für viele Betriebe ein wichtiges zweites Standbein. Wenn wir es schaffen, zusätzliche Urlaubsgäste in die Region zu holen, profitieren Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel unmittelbar. Das schafft Arbeitsplätze und Perspektiven – gerade auch für kleinere und mittlere Unternehmen“, so die Ministerin.
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Die Wiesenbewässerung in den Queichwiesen zwischen Landau und Germersheim - Foto: Heike Schwitalla
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Digitale Erlebnisstationen entlang der Queich
Digitale Stationen entlang von Rad- und Wanderwegen vermitteln Wissen über das Bewässerungssystem, Flora und Fauna – etwa den Storch – sowie die UNESCO-Konvention. Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen, Audio- und Videostationen sowie 360-Grad-Angebote ermöglichen bereits vor der Reise einen Einblick in die Region.
Kernstück des Projekts ist eine App, die an 15 Stationen Natur, Kultur und Wasser erlebbar macht. Geplant sind unter anderem:
- XR-Anwendungen an verschiedenen Stationen
- Einblicke in Naturschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen
- Spiele und Simulationen zum Leben des Weißstorches
- Virtuelle Rekonstruktionen historischer Bewirtschaftungsformen
- Browserbasierte 3D-Karten zur Orientierung
- Digitale Infopunkte, darunter ein multimedialer Pavillon im Rheinvorland Germersheim
- Neue Aussichtsplattform bei Offenbach für Naturbeobachtung und AR-Anwendungen
- Gästeinfosäulen in Offenbach und Bellheim mit regionalen Inhalten und 3D-Karte
Ein gemeinschaftliches Vorhaben
Die „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“ wird von einer breiten Partnerschaft getragen:
- Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich (Projektträger)
- Verbandsgemeinde Bellheim
- Stadt Germersheim
- Landkreis Germersheim
- Südliche Weinstrasse e.V. Dachverband
- Südliche Weinstrasse – Büro für Tourismus Landau in der Pfalz e.V.
Ausblick
Bis Ende 2028 entsteht ein modernes Erlebnisangebot, das Natur und Kulturräume verständlich macht und neue Zugänge zur Landschaft eröffnet. Die digitale Besucherlenkung bündelt Besucherströme und schützt sensible Bereiche. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben die touristische Wertschöpfung in bislang weniger entwickelten Regionen der Südpfalz.
Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 512.000 Euro und wird zu 85 Prozent gefördert: 203.000 Euro EFRE-Mittel und 229.000 Euro Landesmittel. Es gehört zu zehn landesweit ausgewählten Vorhaben im EFRE-Förderprogramm „Öffentliche Tourismusinfrastruktur – Tourismus 4.0“ im Rahmen des Ziels „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“ (IBW, 2021–2027).
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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