Marsch zum Gedenken an Gefallene: Deutsche und US-Soldaten erinnern gemeinsam an Karfreitagsgefecht
- Mit 16 Kilo Marschgepäck auf der Strecke
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Germersheim | Südpfalz. 300 Soldaten marschieren zum Gedenken an das Karfreitagsgefecht 2010. Um 7.15 Uhr startete die Gruppe bei frostigen Temperaturen von der Südpfalz-Kaserne, angeführt von Oberstleutnant Christian Zerau. Ziel des jährlichen 16K3-Gedenkmarsches: Die Erinnerung an die gefallenen Kameraden lebendig halten.
US-Soldaten zeigen Solidarität
Neben Soldaten des Luftwaffenausbildungsbataillons beteiligten sich auch zivile Bundeswehrangestellte und US-Streitkräfte. Ein ganz besonderes und nicht selbstverständliches Zeichen von Soldarität - gerade in der heutigen Zeit. Ihr Mitmarsch verdeutlichte den Zusammenhalt über nationale Grenzen hinweg. Oberstleutnant Zerau betonte: „Der Weg ist das Ziel. Die Gefallenen dürfen niemals in Vergessenheit geraten.“
- Verpflegung unterwegs
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16 km und 16 kg – Jahr für Jahr mehr
An diesem Jahrestag gedenken die Teilnehmer an die gefallenen Kameraden im Jahr 2010 und marschieren heuer gemeinsam 16 Kilometer mit 16 Kilogramm Gepäck. – jedes Jahr steigt sowohl Strecke als auch Gewicht um eins. Bei idealen Wetterbedingungen konnte die Marschgruppe an zwei Verpflegungsstationen neue Energie tanken.
Geschlossener Einmarsch setzt Zeichen
Noch am Vormittag endete der Marsch ohne Ausfälle in der Südpfalz-Kaserne. Das Abschlussantreten demonstrierte den Zusammenhalt des Bataillons und würdigte die Erinnerung an das Karfreitagsgefecht. Oberstleutnant Zerau dankte allen Beteiligten.
Über das Karfreitagsgefecht von 2010
Das Karfreitagsgefecht 2010 fand am 2. April in der Provinz Kundus, Afghanistan, statt. Eine deutsche Fallschirmjäger-Einheit geriet während eines Einsatzes zur Entschärfung von Sprengfallen in einen schweren Hinterhalt durch aufständische Kräfte. Das Feuergefecht dauerte mehrere Stunden unter massivem Beschuss mit Handfeuerwaffen und Maschinengewehren. Drei Soldaten starben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Verwundete wurden unter Feuersicherung durch US-Hubschrauber evakuiert. Das Gefecht gilt als eines der heftigsten der Bundeswehr seit dem Zweiten Weltkrieg und führte zu einer verstärkten öffentlichen Debatte über den Einsatz in Afghanistan.
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Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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