Krankenhausreform: Diese Leistungen bleiben in den Kliniken im Kreis Germersheim erhalten
- Die Krankenhausreform soll die medizinische Versorgung im Kreis Germersheim langfristig sichern und die beiden Klinikstandorte in Germersheim und Kandel stärken.
- Foto: Heike Schwitalla (Symbolbild erstellt mit generativer KI)
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Germersheim | Südpfalz. Die Krankenhausversorgung im Landkreis Germersheim soll durch die bundesweite Krankenhausreform neu strukturiert und langfristig abgesichert werden. Für die beiden Standorte der Asklepios Südpfalzklinik in Germersheim und Kandel wurden zahlreiche medizinische Leistungsgruppen bestätigt beziehungsweise beantragt. Damit sollen wichtige Angebote der wohnortnahen Versorgung erhalten bleiben und zugleich klare Qualitätsvorgaben gelten.
Zwei Krankenhausstandorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Kern der Krankenhausreform ist die Einführung sogenannter Leistungsgruppen. Medizinische Leistungen werden dabei an einheitliche Anforderungen an Personal, Ausstattung, Infrastruktur und Fachdisziplinen geknüpft. Dadurch soll klarer geregelt werden, welche Behandlungen an welchen Klinikstandorten durchgeführt werden können. Insbesondere bei komplexen Eingriffen gelten höhere Anforderungen. Gleichzeitig sollen Doppelstrukturen vermieden und die Krankenhausversorgung effizienter organisiert werden. Für die Kliniken im Kreis Germersheim wurden insgesamt zahlreiche Leistungsgruppen vorgesehen. „Die beiden Krankenhausstandorte im Kreis Germersheim werden von der Krankenhausreform profitieren und ihr Profil weiter gestärkt“, freuen sich die Abgeordneten Dr. Katrin Rehak-Nitsche und Alexander Schweitzer (beide SPD). „Durch den engagierten Einsatz und die hohe Angebotsqualität der Krankenhäuser sowie unsere beharrliche Überzeugungsarbeit in Berlin und Mainz wurde sichergestellt, dass wichtige medizinische Leistungen in unserer Region für die Bürgerinnen und Bürger nicht nur erhalten, sondern sogar ausgebaut werden.“
Diese Leistungen sind in Germersheim vorgesehen
Die Asklepios Südpfalzklinik Germersheim verfügt demnach über folgende Leistungsgruppen:
- Allgemeine Neurologie
- Neuro-Frührehabilitation (NNF, Phase B)
- Intensivmedizin
Damit liegt ein Schwerpunkt des Standorts unter anderem auf neurologischer Versorgung und Frührehabilitation. Ergänzt wird das Angebot durch die intensivmedizinische Versorgung.
Diese Leistungen sind am Standort Kandel vorgesehen
Deutlich breiter ist das Spektrum der Leistungsgruppen an der Asklepios Südpfalzklinik Kandel. Vorgesehen sind:
- Allgemeine Innere Medizin
- Komplexe Endokrinologie und Diabetologie
- Komplexe Gastroenterologie
- Interventionelle Kardiologie
- Allgemeine Chirurgie
- Bauchaortenaneurysma
- Carotis operativ/interventionell
- Komplexe periphere arterielle Gefäße
- Endoprothetik Hüfte
- Endoprothetik Knie
- Wirbelsäuleneingriffe
- Allgemeine Frauenheilkunde
- Stroke Unit
- Geriatrie
- Palliativmedizin
- Intensivmedizin
Damit deckt der Standort Kandel ein breites Spektrum der internistischen, chirurgischen und spezialisierten medizinischen Versorgung ab.
Krankenhausreform soll Qualität und Versorgungssicherheit verbinden
Mit den Leistungsgruppen soll nach den Zielen der Reform sichergestellt werden, dass medizinische Leistungen dort erbracht werden, wo die notwendigen personellen und strukturellen Voraussetzungen vorhanden sind. Das betrifft insbesondere komplexe und hochspezialisierte Behandlungen. Gleichzeitig soll die flächendeckende Notfallversorgung erhalten bleiben. Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Neuordnung damit vor allem eine stärkere Spezialisierung der Standorte bei gleichzeitig klar definierten Qualitätsstandards. Die beiden SPD-Abgeordneten Dr. Katrin Rehak-Nitsche und Alexander Schweitzer sehen die Entwicklung positiv. „Die beiden Krankenhausstandorte im Kreis Germersheim werden von der Krankenhausreform profitieren und ihr Profil weiter gestärkt“, erklären sie.
Planungssicherheit für die Kliniken
Nach Einschätzung der Abgeordneten schaffen die zugewiesenen Leistungsgruppen für die beiden Standorte eine bessere Grundlage für die weitere Entwicklung. Schweitzer und Rehak-Nitsche betonen, dass damit sowohl die Notfallversorgung als auch medizinische Angebote auf hohem Qualitätsniveau abgesichert werden sollen.
Für die Menschen im Landkreis Germersheim bedeutet die Reform vor allem: Die beiden Krankenhausstandorte in Germersheim und Kandel bleiben Teil der regionalen Gesundheitsversorgung und verfügen über klar definierte medizinische Schwerpunkte.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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