Gelungene Premiere: Erster deutsch-ungarischer Schüleraustausch zwischen Germersheim und Zalaszentgrót
- Erster deutsch-ungarischer Schüleraustausch zwischen Germersheim und Zalaszentgrót
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Germersheim | Zalaszentgrót. Ein besonderer Meilenstein in der fast 21-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Germersheim und der ungarischen Partnerstadt Zalaszentgrót ist erreicht: Erstmals fand ein Schüleraustausch zwischen der Sekundarschule „Deák Ferenc“ in Zalaszentgrót und dem Goethe-Gymnasium Germersheim statt.
Nachdem fünf Schülerinnen des Goethe-Gymnasiums bereits Ende Januar ihre ungarischen Austauschpartnerinnen besucht hatten, folgte vom 31. Mai bis 5. Juni der Gegenbesuch in Germersheim. Für die fünf ungarischen Schülerinnen war es zugleich die erste Reise nach Deutschland. Begleitet wurden sie von zwei Lehrkräften und zwei Elternteilen.
Geschichte und Kulinarik verbinden
Unter dem Motto „coole Geschichte und köstliche Kulinarik“ erwartete die Gäste ein abwechslungsreiches Programm. Bereits die Ankunft sorgte für gute Stimmung: Passend zum sommerlichen Wetter überraschte Herr Binak die Gruppe mit seinem Eiswagen und spendierte allen Teilnehmenden jeweils zwei Kugeln Elio-Eis – ein gelungener Auftakt der deutsch-ungarischen Begegnung.
Am Montag lernten die Schülerinnen zunächst das Goethe-Gymnasium kennen, bevor es nach Heidelberg ging. Dort nahm die Gruppe im Heidelberger Schloss an einer Sonderführung zum Thema „Alltagskost und Festmahl“ teil und erhielt spannende Einblicke in die Esskultur vergangener Jahrhunderte.
Empfang im Stadthaus und Festungsführung
Am Dienstag begrüßte Bürgermeister Marcus Schaile die deutsch-ungarische Gruppe im historischen Bürgersaal des Stadthauses. Er hob die Bedeutung des Austauschs für die Zukunft der Städtepartnerschaft hervor. „Seit fast 21 Jahren verbindet unsere beiden Städte eine lebendige Partnerschaft. Dass nun erstmals junge Menschen aus beiden Ländern im Rahmen eines Schüleraustauschs zusammenkommen, ist ein bedeutender Schritt für die Zukunft unserer Freundschaft. Ihr seid die Botschafterinnen Europas von morgen“, betonte das Germersheimer Stadtoberhaupt.
Nach einem Imbiss im Stadthaus erkundeten die Schülerinnen bei einer Stadt- und Festungsführung die Geschichte Germersheims. Ein gemeinsames Picknick im Stadtpark Lamotte sowie eine Nachenfahrt rundeten den Tag ab.
Gemeinsam kochen, essen und Freundschaften schließen
Zu den Höhepunkten der Woche gehörte ein gemeinsames Abendessen in der Mensa des Goethe-Gymnasiums. Die deutschen und ungarischen Schülerinnen hatten das Menü selbst geplant, organisiert und zubereitet und luden ihre Gastfamilien zu dem besonderen Abend ein. Beim gemeinsamen Essen und vielen Gesprächen wurden die neu entstandenen Freundschaften weiter vertieft.
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Der Feiertag Fronleichnam stand anschließend ganz im Zeichen der Gastfamilien. Gemeinsam erkundeten sie unter anderem Speyer und weitere Sehenswürdigkeiten der Region. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Abend auf Einladung des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises Germersheim-Zalaszentgrót e. V. im Stadtgarten-Restaurant. Zu den Gästen gehörten neben Schulleiter Martin Stein auch der eigens aus Stuttgart angereiste ungarische Generalkonsul Dr. András Izsák.
Dieter Hänlein, langjähriger Vorsitzender des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises, würdigte in seinem Grußwort insbesondere das Engagement der beteiligten Schulen und Lehrkräfte: „Solche Projekte entstehen nicht von allein. Mein besonderer Dank gilt dem Schulleiter des Goethe-Gymnasiums, Martin Stein, der es sich im Januar 2026 nicht nehmen ließ, die deutsche Schülerinnengruppe mit dem Goethe-on-Tour-Bus nach Zalaszentgrót zu fahren und sie zusammen mit seiner Englisch-Kollegin Lena Lochbühler dort die ganze Woche über zu begleiten, sowie Philipp Steul, Erasmus+-Koordinator am GGG. Sie haben mit großem Einsatz, viel Herzblut und organisatorischem Geschick diesen ersten Austausch ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag geleistet, die Städtepartnerschaft mit neuem Leben zu erfüllen und für die junge Generation erfahrbar zu machen.“
Martin Stein dankte seinerseits dem ungarischen Organisationsteam, insbesondere Englischlehrerin und Vizebürgermeisterin Mária Vári sowie Dr. Gyöngyi Tihanyi, die die Städtepartnerschaft seit vielen Jahren mit großem Engagement unterstützt.
Grundstein für weitere Begegnungen
Der Abschied am Freitagmorgen fiel den Jugendlichen entsprechend schwer. Umso größer war die Freude über die gemeinsam verbrachte Woche und die vielen neuen Freundschaften. Alle Beteiligten möchten den Kontakt aufrechterhalten und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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