Digitalisierung: So sollen Behördengänge im Kreis Germersheim planbarer und schneller werden
- Behördengänge sollen im Kreis Germersheim einfacher werden (Symbolbild - erstellt mit KI)
- Foto: Heike Schwitalla
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Ämter. Im Kreis Germersheim ändern sich ab dem 1. April die Abläufe in der Verwaltung. Für Bürger bedeutet das: weniger Unsicherheit bei Behördengängen und klarere Zeiten für spontane Besuche. Gleichzeitig setzt der Kreis stärker auf Termine – vor allem online. Künftig ist die Kreisverwaltung montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr für den freien Publikumsverkehr geöffnet. Wer außerhalb dieser Zeiten Anliegen klären will, muss einen Termin vereinbaren – online oder telefonisch. Damit verschiebt sich der klassische Behördengang: weg vom Warten vor Ort, hin zur vorherigen Planung.
Feste Zeiten und Termine sollen Wartezeiten reduzieren
Mit der Umstellung reagiert die Verwaltung auf typische Probleme im Alltag vieler Bürger: unklare Erreichbarkeit und lange Wartezeiten. Landrat Martin Brandl sagt: „Mit den neuen Erreichbarkeitszeiten schaffen wir für die Bürgerinnen und Bürger verlässlichere Strukturen und klare Ansprechzeiten – und gleichzeitig für unsere Mitarbeitenden mehr Raum für konzentriertes Abarbeiten von Anträgen oder Verwaltungsvorgängen.“
Die Idee dahinter: Weniger paralleler Publikumsverkehr soll Abläufe beschleunigen. Termine lassen sich vorab planen, spontane Besuche bleiben am Vormittag möglich.
Die digitale Terminvereinbarung erreichen Bürgerinnen und Bürger hier unter www.kreis-germersheim.de/termine. Eine AUflistung aller verfügbaren Online-Dienste gibt es unter www.kreis-germersheim.de/digital.
Online-Termine werden zentraler Zugang
Ein zentraler Bestandteil der Änderung ist die digitale Terminvergabe über die Website des Kreises. Bürger können dort gezielt Ansprechpartner auswählen und Zeiten buchen. Das dürfte vor allem für Berufstätige und Pendler im Kreis Germersheim Vorteile bringen, da Behördengänge besser in den Alltag integrierbar sind. Falls ein Ansprechpartner vor Ort nicht verfügbar ist, organisiert der Infopoint direkt einen passenden Termin.
Wichtige Ausnahmen bleiben bestehen
Nicht alle Bereiche stellen auf die neuen Zeiten um. Für mehrere zentrale Stellen gelten weiterhin eigene Regelungen:
Zulassungsstellen in Germersheim und Kandel:
Öffnungszeiten bleiben wie bisher (8 bis 12 Uhr sowie zusätzliche Nachmittage)
Führerscheinstelle:
Ebenfalls unveränderte Zeiten
Ausländerbehörde:
Nur mit Termin erreichbar
Kinderschutz im Jugendamt:
Montag bis Donnerstag von 13.30 bis 16 Uhr erreichbar - außerhalb dieser Zeiten läuft der Notfallkontakt über die Polizei
Gerade für Autofahrer oder Menschen mit aufenthaltsrechtlichen Anliegen bleibt damit vieles beim Alten.
Einordnung: Schritt hin zu mehr Terminverwaltung
Viele Verwaltungen in Rheinland-Pfalz haben ihre Abläufe in den vergangenen Jahren umgestellt und setzen stärker auf Terminbuchungen. Hintergrund sind steigende Fallzahlen und begrenzte Personalressourcen. Der Kreis Germersheim folgt diesem Trend nun mit einer Mischung aus festen Besuchszeiten und digitaler Planung.
Was Bürger jetzt konkret beachten müssen
Für Bürger im Kreis Germersheim gilt ab April:
- Vormittags ist spontaner Besuch möglich
- Für viele Anliegen lohnt sich weiterhin ein Termin
- Einige Behörden arbeiten ausschließlich mit Termin
- Online-Buchung wird zum wichtigsten Zugang
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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