Warn- und Aktionsplan - Landkreis Germersheim steht auf Orange * Update
Appell der Ministerpräsidentin - "Bitte feiern Sie nicht mehr"

Landkreis Germersheim. Ab Montag, 26. Oktober, dürfen private Feierlichkeiten in Rheinland-Pfalz „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen“ nur noch mit maximal 25 insgesamt anwesenden Personen stattfinden. Diese Regelung hat der rheinland-pfälzische Ministerrat am Donnerstag beschlossen. Sie gilt für ganz Rheinland-Pfalz. Bisher war dies noch mit bis zu 75 Personen unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen möglich. Zugleich wird die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis zum 30. November verlängert.
„Die Entwicklung der Corona-Infektionen in den Regionen unseres Landes erfüllen mich und uns alle hier mit großer Sorge. Auslöser bleiben vor allem private Feiern: Aus einer fröhlichen Geburtstags- oder Hochzeitsfeier kann sich rasend schnell ein Corona-Cluster entwickeln". so Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die an die Bevölkerung appellierte: "Bitte feiern Sie nicht mehr, das ist jetzt nicht die Zeit für Partys." 
"Schulen und Kitas sollen landesweit so lange als möglich offen gehalten werden. Daher gilt nun ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 Fällen auch in Rheinland-Pfalz in weiterführenden Schulen die Maskenpflicht im Unterricht", erklärte Burkhard Müller, Geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz. Die Einführung der Maskenpflicht - in Ausnahmefällen auch schon während der Gefahrenstufe orange -  gilt dann jedoch nicht landesübergreifend, sondern wird jeweils regional von den in den Kreisen und Städten eingesetzten Taskforces entschieden.

Regionale Lösungen am Infektionsgeschehen orientiert

„Wir müssen weiterhin alles dafür tun, um einen zweiten flächendeckenden Lockdown mit möglicherweise gravierenden Folgen zu vermeiden. Dafür appellieren wir an die gesamte Bevölkerung, die jeweiligen Corona-Maßnahmen zu beachten und zu befolgen. Für die Städte in unserem Land ist es wichtig, auch weiterhin am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert Maßnahmen zu treffen. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen in den Corona-Task-Forces funktioniert gut. Wir haben dort gemeinsam die notwendigen Entscheidungen getroffen“, erklärte Fabian Kirsch, Geschäftsführender Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz.

Ursprungsmeldung 21. Oktober: „Es kommt jetzt auf uns alle an“, appelliert Landrat Dr. Fritz Brechtel und weist nochmals in besondere Weise auf die AHA-Regeln hin: „Bitte halten Sie Abstand voneinander, achten Sie auf die Hygiene-Regeln wie Händewaschen oder die Hust- und Nies-Etikette und tragen Sie eine Alltagsmaske.“ Nachdem er den Wert von mehr als 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000  Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten hat - er liegt derzeit bei 46 -  wurde der Landkreis Germersheim gemäß Warn- und Aktionsplan des Landes auf orange gestellt.

Nachdem der Landkreis den Wert von mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten hat, wurde der Landkreis Germersheim gemäß Warn- und Aktionsplan des Landes heute, Mittwoch, 21. Oktober, auf orange gestellt. „Unsere kreis-interne Task Force ist umgehend zusammengekommen. Gemeinsam mit Vertretern des Katastrophenschutzes, der Verwaltung und des Gesundheitsamtes habe ich mögliche Schritte bereits diskutiert. Dabei haben wir uns eng an den Vorgaben des Stufenplans des Landes orientiert. Unsere Vorschläge wollen wir morgen in dem Gespräch mit der Task Force des Landes abstimmen. Dabei ist auch festzulegen, ab wann mögliche Maßnahmen gelten“, berichtet Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Das Land ruft eine regionale Task Force zusammen, sobald die Warnstufe Orange erreicht wird. Diese soll nun morgen am späteren Nachmittag zusammenkommen. Sie besteht aus dem Landrat, Vertretern der Kreisordnungs- und Gesundheitsbehörde sowie Vertreten aus Gesundheitsministerium, Bildungsministerium, Polizei, ADD und Landkreistag. Vorsitzender ist Detlef Placzek, Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung. Gemeinsam werden die Fallzahlen und die Entwicklung betrachtet und mögliche Konsequenzen beschlossen. Laut Warnplan des Landes sollen Maßnahmen spätestens am fünften Tag nach Überschreiten des Warnwertes ergriffen werden. „Ich danke allen Teilnehmern unseres Landkreises, die schon heute so schnell zusammengekommen, um sich auf mögliche Maßnahmen und deren Umsetzung vorzubereiten“, so Landrat Brechtel.

Kein Grund zur Panik - aber Reaktion nötig

Diese vom Land einberufene Task-Force berät über notwendige und mögliche Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus im Landkreis zu verlangsamen bzw. zu stoppen. „Wir können aktuell keinen direkten Zusammenhang zwischen den einzelnen Neuinfektionen erkennen. Das macht es nicht einfach, gezielte Maßnahmen zu erlassen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Experten aus dem Gesundheitswesen und dem Katastrophenschutz die nächsten Schritte zu definieren und dabei einen Balanceakt zwischen möglichst geringen Einschränkungen und bestmöglichem Infektionsschutz für alle zu vollführen.“

Hände waschen, Abstand halten, Maske tragen und möglichst zuhause bleiben

Damit möglichst keine lokalen oder flächendeckenden extrem einschränkenden Maßnahmen erlassen werden müssen, ruft der Kreischef alle auf, bei der Eindämmung mitzuhelfen: „Es geht hier um die Gesundheit und das Leben von Menschen. Bitte achten Sie auf die im Vergleich doch einfachen AHA-Regeln. Ich empfehle Ihnen auch, die Corona-Warn-App zu installieren und zu nutzen. Es besteht kein Grund zur Panik, aber wir müssen jetzt sehr, sehr umsichtig und vorsichtig sein, damit nicht alles, was wir in den zurückliegenden Wochen wieder aufgebaut und an alltäglichem Schutz erreicht haben, wieder zerstört wird. Ich bitte Sie sehr eindringlich: Helfen Sie alle mit!“

Die regionale Task Force will die Fallzahlen beobachten und mögliche Konsequenzen beschließen.
„Noch gehen wir davon aus, dass wir durch gemeinsames, rücksichtsvolles Handeln innerhalb der Bevölkerung die Situation in den Griff bekommen. Wenn nicht und die Zahlen steigen weiter, müssen wir Maßnahmen ergreifen. Deshalb kommt es auf die nächsten Tage und auf die Unterstützung jeder und jedes Einzelnen an!“, so Landrat Brechtel. Der Kreischef möchte dennoch besonders auch Ängste und Unsicherheiten nehmen: „Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich kann gut nachfühlen, dass Ihnen die steigenden Fallzahlen Sorge bereiten. Mir geht es dabei nicht anders. Und dennoch versichere ich Ihnen, dass niemand ein Interesse daran hat, das öffentliche Leben wieder komplett runterzufahren. Ich sage Ihnen zu, dass wir weiter umsichtig sind und versuchen, den schmalen Grat zwischen möglichst wenig Einschränkungen und bestmöglichem Infektionsschutz für uns alle zu gehen. Helfen Sie alle bei diesem Balanceakt mit!“

Der Landrat spricht auf Facebook

Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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