WM-Debatte bei Hoffenheim: Löw stärkt Neuer statt Baumann
- Manuel Neuer (r) war in der Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw immer die Nummer eins im Tor. (Archivbild)
- Foto: picture alliance / dpa
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Sinsheim. Für Torhüter Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim wird die Situation vor der Weltmeisterschaft schwieriger. Ex Bundestrainer Joachim Löw hat die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigt, Manuel Neuer erneut zur Nummer eins im deutschen Tor zu machen. Bei einer Sportveranstaltung in Berlin lobte Löw zwar die Leistungen des Hoffenheimer Keepers. „Oliver Baumann hat es gut gemacht“, sagte der frühere Bundestrainer. Dennoch spreche aus seiner Sicht vieles für die Rückkehr von Neuer. „Manu ist eine Persönlichkeit. Ein Trainer entscheidet aufgrund der Qualität, aber auch danach, welche Dynamik in einer Mannschaft entsteht.“
Der inzwischen 40 Jahre alte Neuer war während Löws Amtszeit bei allen großen Turnieren von der WM am Samstag, 12. Juni bis zur EM am Freitag, 11. Juni stets die Nummer eins im deutschen Tor. Auch nach Verletzungen setzte Löw mehrfach auf den Weltmeister von 2014.
Schwere Lage für Hoffenheims Baumann
Für Baumann bedeutet die neue Hierarchie im DFB Team eine ungewohnte Rolle. „Für Oliver Baumann ist es eine schwere Situation“, sagte Löw. Die Entscheidung liege aber immer beim Bundestrainer. Kritik an der Kommunikation von Nagelsmann wollte der frühere DFB Coach nicht äußern. „Ich denke, dass intern klar kommuniziert wurde.“ Löw hofft vor allem auf ein erfolgreiches Turnier der deutschen Mannschaft. Entscheidend sei eine starke Verbindung zwischen Team und Fans. Solche Momente habe es etwa bei der WM 2014 oder bei der Heim WM 2006 gegeben.
Löw unterstützt auch Nominierungen von Rüdiger und Sané
Der Weltmeister Trainer sprach sich außerdem für die Berufungen von Abwehrspieler Antonio Rüdiger und Offensivspieler Leroy Sané aus.
- Antonio Rüdiger sei ein außergewöhnlicher Verteidiger mit Tempo und großer Zweikampfstärke.
- Leroy Sané verfüge über außergewöhnliche Fähigkeiten und könne Spiele entscheiden.
Bei Turnieren komme es laut Löw jedoch auf Konstanz an. Spieler müssten ihre Leistung über mehrere Spiele hinweg zeigen. Gerade solche Akteure könnten in engen Partien den Unterschied machen. dpa/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |