Neuer-Rückkehr trifft Hoffenheim: Baumann nur noch Nr. 2
- Hoffenheims Nationaltorwart Oliver Baumann muss die WM-Nominierung seines Konkurrenten Manuel Neuer schlucken. (Archivbild)
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Hoffenheim. Für die TSG Hoffenheim hat die Torwartentscheidung im DFB-Team direkte Folgen. Nationalkeeper Oliver Baumann verliert nach der Rückkehr von Manuel Neuer seinen Status als Nummer eins in der deutschen Nationalmannschaft.
Der Bundesligist reagierte mit knapper, aber deutlicher Kritik auf die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker betonte zwar, dass die Nominierung Sache des Trainers sei. Zugleich stellte er die Art der Kommunikation infrage. „Am Ende ist es selbstverständlich die Entscheidung des Bundestrainers, wen er nominiert beziehungsweise aufstellt“, sagte Schicker. „Was die Kommunikation und den Stil betrifft, kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.“
Neuer kehrt für WM-Turnier zurück
Wie bereits erwartet holt Nagelsmann Manuel Neuer vom FC Bayern München zurück in den Kader der deutschen Nationalmannschaft. Der 40 Jahre alte Weltmeister von 2014 gehört zum 26 Spieler umfassenden Aufgebot für das WM-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Baumann rückt damit in der Torhüter-Hierarchie wieder auf Platz zwei. Der Hoffenheimer war zuvor von Nagelsmann zur Nummer eins erklärt worden.
Nübel als dritter Torwart nominiert
Als weiteren Keeper berief der Bundestrainer Alexander Nübel vom VfB Stuttgart. Die Torwartfrage hatte in den vergangenen Wochen eine breite Debatte ausgelöst. Auch frühere Nationalspieler äußerten Kritik an der Kommunikation rund um die Entscheidung. Für Baumann ist die Entwicklung besonders bitter. Der Kapitän der TSG Hoffenheim hat bislang elf Länderspiele absolviert und in der WM-Qualifikation überzeugende Leistungen gezeigt. Trotzdem rückt er durch die Rückkehr von Neuer wieder in die Rolle des Ersatzkeepers. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |