Kritik an Stuttgart bei Boss Open: Turnierchef fordert mehr Hilfe

Stuttgarts Turnierdirektor Edwin Weindorfer kritisiert die mangelnde Unterstützung der Stadt Stuttgart für das Tennis-Event. | Foto: Marijan Murat/dpa
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Stuttgart. Beim Rasen-Tennisturnier auf dem Weissenhof gibt es Streit um die Unterstützung durch die Stadt. Turnierdirektor Edwin Weindorfer fordert ein stärkeres Engagement der Landeshauptstadt für die Boss Open.

Weindorfer organisiert das Turnier über seine Vermarktungsagentur emotion. Seine Kritik begründet er mit einem Vergleich zu anderen Austragungsorten in Europa. „Meine Kritik erfolgt nur deswegen, weil ich weiß, was die anderen Städte in Europa für solche Events bezahlen“, sagte er. Stuttgart sei im Vergleich für ihn „absolutes Schlusslicht“.

Gespräch mit Oberbürgermeister geplant

Oberbürgermeister Frank Nopper von der CDU wird am Finaltag der Boss Open am Sonntag, 14. Juni, als Zuschauer erwartet. In diesem Rahmen soll auch ein Gespräch zwischen Stadtspitze und Turnierleitung stattfinden. Weindorfer betonte, dass er keine Unterstützung in der Größenordnung anderer deutscher Turnierstandorte verlange. Städte wie Hamburg oder München investierten deutlich mehr. Ihm gehe es vor allem um Anerkennung für die Wirkung des Turniers.

Turnierdirektor verweist auf hohen Werbewert

Nach Angaben des Veranstalters bringt das Event der Stadt einen erheblichen medialen Effekt. „Wir spielen einen Werbewert von über 20 Millionen allein medial ein“, sagte Weindorfer. Deshalb wünsche er sich ein „faires Gespräch“ über die Rolle des Turniers in Stuttgart. Nopper hatte bereits während der Turnierwoche auf entsprechende Kritik reagiert. Das Tennisturnier habe zwar eine starke Imagewirkung für Stuttgart. Gleichzeitig verwies der Oberbürgermeister auf die angespannte Haushaltslage der Stadt.

In vielen Bereichen habe es Kürzungen gegeben. Auch das Tennisturnier habe deshalb Einschnitte hinnehmen müssen. Möglichkeiten zur Unterstützung ohne größeren finanziellen Einsatz wolle die Stadt weiterhin prüfen. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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