FIFA WM 2026: Hummels fordert Konsequenzen nach WM-Aus
- FIFA WM 2026: Nach dem WM-Aus gegen Paraguay stehen die Aussagen von Julian Nagelsmann, Mats Hummels und Joshua Kimmich im Fokus. Auch die Diskussion um mögliche Konsequenzen nimmt Fahrt auf.
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FIFA WM 2026. Deutschland ist im Sechzehntelfinale gegen Paraguay raus, nach einem 3:4 im Elfmeterschießen. Damit verpasst die DFB-Auswahl das Achtelfinale, und die Diskussion um die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann läuft sofort an.
Nagelsmann sprach nach dem Spiel von zu wenig Durchschlagskraft: „Das ist am Ende zu wenig", sagte er. Er betonte zugleich, er wolle weitermachen: „Ich möchte das weitermachen. Wenn man das beim DFB möchte, stehe ich zur Verfügung."
Warum es gegen Paraguay nicht gereicht hat
Nagelsmann ärgerte sich vor allem über das eigene Tempo im Ballbesitz und den fehlenden Zug nach vorn: „Wir hatten die Kontrolle über das Spiel, aber der Punch hat gefehlt." Seine Enttäuschung sei „extrem hoch", das Aus nannte er „ein einschneidendes Erlebnis".
Für Ärger sorgte auch eine Szene in der Verlängerung: Das 2:1 von Jonathan Tah (103. Minute) zählte nicht, weil Schiedsrichter Jayed ein Schieben von Waldemar Anton als Foul wertete. Patrick Ittrich, als Schiedsrichterexperte im Einsatz, kritisierte die Entscheidung deutlich: „Für mich ist das zu kleinlich. [...] Insofern finde ich, dass dieser Eingriff für mich nicht gerechtfertigt ist."
FIFA WM 2026: Debatte um Nagelsmann, Klopp und die Verantwortung
Mats Hummels, als Experte bei MagentaTV, zog nach dem Aus ein hartes Fazit und stellte Konsequenzen in den Raum: „Auf Verantwortlichenseite schreit das schon irgendwie nach Konsequenzen. Das kann ich nicht anders sagen." Zugleich machte er das Thema nicht nur am Bundestrainer fest, sondern auch an der Rolle des Verbands und an Personalfragen im Kader.
Rudi Völler, DFB-Sportdirektor, stärkte Nagelsmann grundsätzlich den Rücken, verwies aber auf die Entscheidungswege: „Ich bin überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, um weiterzumachen. Aber ich bin nicht der DFB alleine. Ich habe das nicht alleine zu entscheiden."
Klopp: „Heute ist nicht der Tag"
Jürgen Klopp, ebenfalls als Experte im Studio, bremste Spekulationen über ihn als möglichen Bundestrainer. „Heute ist nicht der Tag, an dem ich über die Personalie Jürgen Klopp nachdenke", sagte er und ergänzte: „Ich habe einen Job, der kein Halbtagsjob ist."
Auch Joshua Kimmich, DFB-Kapitän, nahm die Mannschaft in die Pflicht und wies Schuldzuweisungen zurück: „Wir Spieler, die auf dem Platz standen, haben das verbockt, nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter." Und er machte klar: „Was ich niemals tun werde, ist aufgeben." [red]
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |