DFB-Torwartfrage mit Hoffenheim-Bezug: Effenberg warnt vor Neuer-Risiko
- Julian Nagelsmann holt Manuel Neuer zurück.
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Sinsheim. Die Entscheidung im DFB-Tor hat direkte Folgen für die TSG Hoffenheim. Nach der Rückkehr von Manuel Neuer zur deutschen Nationalmannschaft muss Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann wieder die Rolle als Nummer zwei einnehmen.
Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg sieht darin ein erhebliches Risiko für Bundestrainer Julian Nagelsmann. In einer Kolumne für das Portal „t-online“ schrieb der frühere Profi, dass vor allem die Fitness des mittlerweile 40 Jahre alten Neuer ein Unsicherheitsfaktor sei. Neuer stand in der vergangenen Saison nur in 37 von 54 Pflichtspielen seines Clubs auf dem Platz. Im letzten Saisonspiel des FC Bayern musste er zudem wegen Wadenbeschwerden ausgewechselt werden.
Effenberg warnt deshalb vor möglichen Folgen während der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im Sommer. Fällt Neuer aus, könnte die Entscheidung für Nagelsmann problematisch werden. „Neuer soll offensichtlich seine Trumpfkarte für das Turnier sein. Wenn er diese aber verliert, hat er nichts mehr“, schrieb Effenberg.
Baumann rückt wieder ins zweite Glied
Nagelsmann hatte die Kehrtwende am Donnerstag, 21. Mai, offiziell bestätigt. Der nach der EM 2024 zunächst zurückgetretene Manuel Neuer soll bei der Weltmeisterschaft wieder als Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft stehen.
Für Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim bedeutet das, dass er seinen bisherigen Stammplatz im DFB-Team wieder räumen muss. Effenberg zeigte Verständnis für eine mögliche Enttäuschung des Hoffenheimer Keepers. „Ich hätte es auch sehr gut verstehen können, wäre Baumann nun aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten“, schrieb er.
Der Torhüter der TSG Hoffenheim will dennoch Teil des WM-Kaders bleiben und als Ersatzkeeper zum Turnier reisen. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |