Deutsche Nationalmannschaft vor Gruppenspiel mit Rotationsfrage
- Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht die deutsche Nationalmannschaft nach dem zweiten WM-Sieg vor personellen Entscheidungen für das letzte Gruppenspiel.
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Fußball. Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der FIFA-Weltmeisterschaft nach zwei Spielen das Sechzehntelfinale erreicht. Nach dem 7:1 gegen Curacao und dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste richtet sich der Blick nun auf das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador.
Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach nach dem zweiten Sieg von einer mutigen Leistung seiner Mannschaft. Vor allem die Einwechselspieler hätten entscheidenden Anteil daran gehabt, dass Deutschland die Partie noch für sich entschied. Beim Gegentor habe sein Team allerdings zu spät attackiert und nicht konsequent genug verteidigt.
Emotionale Wirkung des Sieges
Nagelsmann wertete den Erfolg nicht nur tabellarisch als wichtig. Solche emotionalen Siege könnten innerhalb eines Turniers zusätzliche Kräfte freisetzen, sagte der Bundestrainer. Als Zeichen dafür verwies er auf die Reaktion der Mannschaft nach dem Siegtreffer.
Ein Thema bleibt die Besetzung der Offensive. Deniz Undav, der nach seiner Einwechslung entscheidend am Spiel beteiligt war, ist nach Angaben des Bundestrainers sowohl als Joker als auch in der Startelf eine Option. Eine Festlegung für das nächste Spiel ließ Nagelsmann aber offen.
Verletzungssorge um Schlotterbeck
Sorgen gibt es um Nico Schlotterbeck. Der Verteidiger musste zur Pause ausgewechselt werden. Nach Angaben von Nagelsmann liegt eine Innenbandverletzung im Sprunggelenk vor. Für eine genauere Einschätzung müsse die Bildgebung abgewartet werden. Der Bundestrainer sagte, die Verletzung habe zunächst keinen guten Eindruck gemacht.
Weil Deutschland die K.o.-Phase bereits erreicht hat, stellt sich vor dem Duell mit Ecuador die Frage nach personellen Anpassungen. Nagelsmann kündigte an, im Trainerteam und mit DFB-Sportdirektor Rudi Völler über Belastungssteuerung und Rotation zu beraten. Gleichzeitig solle die Mannschaft im Rhythmus bleiben. Deshalb sei ein Mix wahrscheinlich.
Nagelsmann will zudem an den gewohnten Abläufen im Turnier festhalten. Dazu zählt auch der Kontakt zu den Familien, den er als wichtig für die mentale Kraft der Mannschaft bezeichnete.
Blick auf den weiteren Turnierverlauf
Den möglichen Weg im weiteren Wettbewerb wollte der Bundestrainer nicht in den Vordergrund stellen. Die Konstellationen in anderen Gruppen seien nicht zu beeinflussen, taktische Rechnungen im Fußball ohnehin schwierig. Früher oder später würden in der K.o.-Runde starke Gegner warten.
Positiv hob Nagelsmann die Unterstützung der deutschen Fans im Stadion hervor. Die Stimmung sei ein wichtiger Faktor gewesen und habe der Mannschaft zusätzliche Energie gegeben.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |